Selbstmordgefährdeter Liebhabermörder (Oberhalb von Kiráji befindet sich ein großer Kirchenwald)
Lied
Über Kiráji liegt ein großer Kirchenwald; das Feld ist rot vom Blut. Der Wind weht, er weht immer nur; du verstehst, mein Schatz, aber du musst viel leiden. Gyula Szabó liebt Jolán Horvát; aber Joláns Eltern lassen es nicht zu. Mein Herz, Jolán, wenn sie mich dich nicht lieben lassen, wirst du sehen, was ich tun werde. An einem Sonntagnachmittag ging Gyula Szabó stolz mit Jolánka die Straße entlang; und er führte sie in den grünen Wald, damit sie dort Blumen pflücken konnten. Zuerst küsste er sie immer wieder; er drückte sein Glück an sein Herz. Mein Herz, Jolán, damit du niemand anderem gehörst, hier werden wir beide füreinander sterben. – Ich werde sie hinter meinem Rücken ausschimpfen, aber es ist hell; Drei Goyós genügen mir. Ich schieße einen ins Herz von Gyula Szabó; Zwei weitere in Jolánkas Körper. Am nächsten Morgen suchten sie nach ihr; Aber der Förster hatte sie da schon gefunden; Der Förster fand sie im Tor; Die beiden Leichen lagen übereinander. Väter, Mütter, lernt daraus; Was ist aus der wahren Liebe geworden? Schaut nicht auf den großen Reichtum; Sondern auf das Glück im Herzen. Drei kleine Mädchen in Weiß; Nun tragen sie Jolán zum Friedhof. Neun junge Männer, zieht an der großen Glocke; Nun begraben sie die verwelkte Blume. Zehn Jahre sind vergangen, seit Jolán begraben wurde; Aber sein Name ist noch nicht vergessen; Die Töchter des ganzen Dorfes trauern um ihn. Sie flechten einen Perlenkranz auf seinem Grab.