Zoltán Black

Zoltán Black

Sonstige - andere

* Zsarnóca, 31. März 1911 – † Budapest, 9. November 1988 / Agrarmeteorologe, Bodenkundler, Universitätsprofessor; ; Er besuchte die Grundschule in Selmecbánya, wo sein Vater, Zoltán Fekete (Selmecbánya), an der Berg- und Forstingenieurschule unterrichtete. Nachdem die Schule 1919 nach Sopron verlegt worden war, schloss er seine Schulausbildung am örtlichen evangelischen Gymnasium ab. Vor seinem Abschluss studierte er ein Jahr in London, um Englisch zu lernen. Er besaß ein gutes Sprachgefühl, sprach fließend Deutsch und hatte als Kind während eines Besuchs in den Niederlanden etwas Flämisch gelernt. Außerdem verstand er Bulgarisch, Russisch und Slowakisch und konnte Latein, Griechisch und Hebräisch lesen. Er schloss sein Studium 1929 ab und begann im darauffolgenden Jahr sein Studium an der Pázmány-Péter-Universität in Budapest mit den Hauptfächern Naturgeschichte und Chemie. Im Januar 1935 erwarb er das Lehrdiplom in diesen Fächern und im Juni desselben Jahres promovierte er mit einer Arbeit über Geologie. Von 1935 bis 1937 arbeitete er als Lehrer am Gymnasium Orosháza, wo er seine erste Dissertation über Bodenkunde verfasste, die im Jahrbuch der Orosháza-Gilde der Schönen Künste veröffentlicht wurde. 1937 wurde er Assistent von Professor Béla Mauritz (Kassa) an der Technischen Universität Budapest. Von dort wechselte er im August 1941 an das bodenkundliche Labor der Wirtschaftshochschule Keszthely, das im folgenden Jahr zu einem Institut umstrukturiert wurde. Dort lehrte er bis 1949 als Professor für Bodenkunde, bevor er an die Fakultät für Gartenbau der Landwirtschaftlichen Universität Budapest berufen wurde. Die Meteorologie spielte eine wichtige Rolle in seiner Lehre, da er überzeugt war, dass Wetter und Klima maßgeblich zur Bodenbildung, zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und nicht zuletzt auch zur Bodendegradation beitragen. Er interessierte sich zudem für die Verbesserung sandiger Böden und untersuchte die Auswirkungen der Unterbodendüngung, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Gartenbaukulturen (Gemüse, Obst). Er führte zahlreiche Experimente zur Erosionsminderung durch und erzielte dabei gute Ergebnisse, vor allem in Obstplantagen. Er wirkte aktiv an der Entwicklung von Düngerichtlinien für Gemüsegärten, Obstplantagen und Weinberge mit. Seine Publikationen veröffentlichte er gemeinsam mit Koautoren. Von 1952 bis 1977 war er Präsident der Ungarischen Meteorologischen Gesellschaft. 1970 erhielt er den MTESZ-Preis und 1977 die Steiner-Lajos-Gedächtnismedaille.

Inventarnummer:

12782

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Gömörpanyit