Rathaus Tornala
Gebäude, Struktur
Die Idee, in Tornalja ein neues Rathaus zu errichten, entstand bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Obwohl die Pläne fertiggestellt waren, konnten sie kriegsbedingt nicht umgesetzt werden. In den 1920er Jahren wurde das Bauvorhaben wieder aufgegriffen, und schließlich wurde 1925 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den Lajos Őry (Oelschläger) und sein Kollege Zoltán Géza Boskó gewannen. Dies war einer der ersten großen Wettbewerbe für die beiden jungen Architekten, für den zwei Alternativentwürfe eingereicht wurden. Einer wurde mit dem ersten, der andere mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Der Stadtrat entschied sich schließlich für den zurückhaltenderen, konservativeren Entwurf, der den dritten Platz belegte. Das Gebäude, das Ruhe ausstrahlt, weist noch immer klassizistische Stilelemente auf. In dem zweigeschossigen Gebäude wurden verschiedene Funktionen untergebracht. Seine Fassade ist in drei Risaliten gegliedert, wobei sich im Erdgeschoss Schaufenster befinden. Die Hauptfassade wurde mit einem Arkadeneingang gestaltet, über dem sich ein Balkon im ersten Stock wie ein Vordach erhebt. Eines der interessantesten Details des Eingangsbereichs ist die kubistische Straßenlaterne, die zwischen den Eingangsarkaden auf vier geometrisch profilierten Sockeln aus Kunststein steht. Der weitläufige Gebäudekomplex umschließt den Innenhof an drei Seiten. Das Gebäude zeichnet sich durch besonders kunstvoll gestaltete Details aus, wie beispielsweise das schmiedeeiserne Ziergitterwerk oder das einzigartige Design der Balkongeländer. Der Bau begann 1926, wobei ein Teil des alten Rathauses abgerissen wurde. Neben dem Rathaus beherbergte der Gebäudekomplex auch ein Café, ein Restaurant und ein Hotel. Nach den 1925 fertiggestellten Plänen wurde das neue Rathaus von Tornalja zwischen 1926 und 1927 errichtet.