Paprika-Schnapper
Wert des ausländischen Staatsangehörigenanteils
Paprikás Kattancs, oder Gútai Paprikás Kalács. Paprikás Kattancs – Paprikakuchen – war im unteren Teil von Csallóköz in Gúta und Umgebung weit verbreitet. Er galt vor allem als kulinarische Spezialität der bäuerlichen Bevölkerung. Man aß ihn üblicherweise zu Suppen (Bohnensuppe usw.), insbesondere samstags. Paprikás Kattancs durfte auf dem Tisch in Gúta, zusammen mit süßen Kuchen, nie fehlen.
Sein Ursprung lässt sich etwa 200 Jahre zurückverfolgen. Er verbreitete sich erst nach dem Auftreten von Kapás-Pflanzen (Kapás-Pflanzen wachsen später in sumpfigen und wassergesättigten Gebieten – seine Verbreitung verdankt er hauptsächlich dem würzigen Paprika, der in kleinen Gärten in Gúta angebaut wurde, wo die Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten hauptsächlich von der Viehzucht lebte). Nach dem Bevölkerungsaustausch von 1945–1948 gelangte das Getränk ins heutige Ungarn, in den Komitat Békés. Die Bauernfamilien aus Gútán, die sich in der alten Heimat niedergelassen hatten, brachten das Rezept mit und machten es bekannt. Noch heute darf es in Gútán auf dem Tisch für offizielle diplomatische Empfänge neben dem Csallóközer Frucht-Pálinka nicht fehlen. Hausgemacht und regional erhältlich – In Csallóköz, insbesondere in Gútán, nahmen die Evakuierten (1945–1948) das Getränk mit nach Pitváros, Mezőberény und in die Umgebung, wo es ebenfalls zu finden ist.