Leopold Aschner

Leopold Aschner

Sonstige - andere

* Assakürt, 27. Januar 1872 – † Budapest, 18. September 1952 / Technischer Unternehmer, Industrieller, Mäzen; ; Da sein Vater Kaufmann war, besuchte er nur vier Jahre die Mittelschule und wurde anschließend Kaufmannsgehilfe. Nach seinem Umzug nach Budapest trat er 1896 als Angestellter in die Firma Egger Béla és Tsa. Huszár utca ein, die Vorgängerfirma der United Incandescent Lamp and Electric Co. Ltd. 1918 wurde er kaufmännischer Direktor und 1921 der erste Geschäftsführer des Unternehmens. Dank der von ihm eingeführten Arbeitsmethoden entwickelte sich das Unternehmen zu einem modernen internationalen Konzern. Ihm wird die Schaffung der Marke Tungsram, die Gründung der Tungsram-Werke in Budapest und Mitteleuropa sowie die Einrichtung des United Incandescent Research Laboratory im Jahr 1921 unter der Leitung von Ignác Pfeifer (1867–1941), der aus Deutschland zurückberufen worden war, zugeschrieben. Ab 1937 übertrug Lipót Aschner die Leitung des Labors an Zoltán Bay (1900–1992). Bereits während Pfeifers Amtszeit begründeten Pál Selényi (1884–1954), Imre Bródy (1891–1944), der junge Ernő Winter (1897–1971) und Tivadar Millner (1899–1988) mit ihren Erfindungen den guten Ruf und das spätere internationale Ansehen des Labors. Sie führten die Produktion von Radioröhren ein, und eines ihrer wichtigsten Produkte war die mit Krypton gefüllte Wolframfaden-Glühlampe. Aschner erkannte, dass die berufliche Ausbildung eine der Säulen der Entwicklung des 20. Jahrhunderts war und gegebenenfalls auch finanziell gefördert werden sollte. 1935 bot er dem Kulturminister Bálint Hóman (1885–1951) 2.500 Pengós jährlich an und bestand dabei auf Anonymität. Er stiftete 300.000 Pengós für die Einrichtung eines Lehrstuhls für Atomphysik an der Königlich Ungarischen Technischen Universität József Nádor. Zoltán Bay führte 1945 im Labor der Vereinigten Glühbirne seine erfolgreichen Mondradar-Experimente durch. Aschner ließ Arbeiterwohnungen, ein Schwimmbad, ein Wochenendrefugium und ein Gemeindezentrum errichten und unterstützte großzügig den Turnverein Újpest. Während der deutschen Besatzung Ungarns 1944 wurde er von der Gestapo in ein Konzentrationslager deportiert, aus dem ihm 1945 die Flucht in die Schweiz gelang, angeblich dank eines Lösegelds von 100.000 Franken von Tungsram Rt. Er kehrte 1948 nach Hause zurück und war bis zu seinem Tod Vizepräsident der verstaatlichten United Light.

Inventarnummer:

11313

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Tornalja