Laszlo Barath
Sonstige - andere
* Rimaszombat, 21. Februar 1910 – † Rechtsanwalt, Publizist, Zeitungsredakteur; ; Er absolvierte das Gymnasium in Rimaszombat und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Prag. Während seines Studiums war er Präsident des Prager MAK und engagierte sich zudem in den Universitätsgruppen „Ungarischer Protestantischer Freundeskreis“ und „Széchenyi-Reformbewegung“, die sich gegen konfessionelle Organisationen wandten und die Jugendbewegung auf eine nationale und allgemein christliche Grundlage stellten. Nach seinem Studium gründete er zusammen mit dem Schriftsteller István Farkas die Organisation der Universitätsabsolventen, den Gömöri-Landtag, und war verantwortlicher Redakteur der kurzlebigen Zeitung „Egyenes Úton“. Er praktizierte als Rechtsanwalt in Rimaszombat, war Mitglied der Leitung der örtlichen evangelischen Gemeinde und Weltnotar des Verbandes Ungarischer Evangelischer in Slowenien. Er emigrierte Ende 1944 nach Nicaragua; über sein Leben dort ist nichts bekannt. – Bereits während seiner Studienzeit veröffentlichte er und unterstützte die ungarischen Oppositionsparteien, übte aber gleichzeitig interne Kritik. In seinen politischen Artikeln und Situationsstudien attackierte er vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, debattierte mit Fábry, der als Wanderredner tätig war, und verurteilte scharf die Unterwürfigkeit emigrierter Schriftsteller und Journalisten. Seine wichtigsten Schriften: „Die Sinnlosigkeit der ungarischen Bewegungen in der Tschechoslowakei“, MÍ 9/1936, „Das ‚politikfreie‘ kulturelle Leben der Minderheit“, ebd. 1937/3. Er verfasste eine wertvolle Studie über das Leben der ungarisch-evangelischen Kirchengemeinde in der Slowakei. Werke: „Die Evangelikalen = Ungarn in der Tschechoslowakei“