Charles Faller

Charles Faller

Sonstige - andere

* Selmecbánya, 17./21. Mai 1857 – † Budapest, 30. Mai 1913 / Metallurg, Hochschullehrer; Sein Vater, Gusztáv Faller (Gölnicbánya), war Lehrer an der Selmecbánya-Akademie. Er absolvierte die Sekundarschule in seiner Heimatstadt und in Košice und studierte ab 1875 an der Selmecbánya-Akademie, wo er nach seinem Praktikum 1881 das Staatsexamen in Metallurgie ablegte. Ab 1882 war er Kundschafter und Hüttenmeister in der Silberhütte Selmecbánya und gleichzeitig bis 1891 Dozent an der Akademie. Auf seinen Studienreisen lernte er Hütten und metallurgische Einrichtungen in fast ganz Europa kennen. Das vierbändige Handbuch der Metallurgie des bestens ausgebildeten Professors, der seinen Horizont stetig erweiterte, war das erste Werk seiner Art in ungarischer Sprache und diente ein halbes Jahrhundert lang als Lehr- und Fachbuch. Der Wandel der Fachsprache zeigte sich deutlich darin, dass er neben jedem neuen ungarischen Fachbegriff die damals gebräuchliche deutsche Entsprechung in Klammern angab. Die neuesten technologischen Lösungen fanden sich bereits in seinem Werk. Neben diesem Hauptwerk zeugen 14 weitere Publikationen, die größtenteils in Bergbau- und Hüttenzeitschriften erschienen, von seinem reichen wissenschaftlichen Schaffen. Darunter befand sich eine metallographische Studie über Nichteisenmetalle, die dieses damals in der Wissenschaft nahezu unbekannte Gebiet popularisierte und seine Nützlichkeit hervorhob. Er war auch der Erste, der sich mit Aluminium befasste. Er verbesserte die Lehrmittel für dieses Fach maßgeblich und erweiterte das Programm des traditionellen zweiwöchigen Praktikums für Studierende. Handbuch der Metallurgie I–IV., 1896–1904, ; Studien auf dem Gebiet der Metallographie, 1903.

Inventarnummer:

12539

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Gömörpanyit