Imre Bogár (Der Fluss Theiß ist unruhig)
Lied
Die Theiß ist unruhig, sie will sich nicht beruhigen. Der berühmte Bogár Imre will vorbei. Die Wirtstochter sah es am Fenster: Ein Reiter kommt von dort unten, vielleicht Bogár Imre. Sein Zaumzeug ist silbern, sein Zaumzeug ist golden. Mein rosafarbenes Haar ist ein Band an den Zügeln. Die Wirtin hört es: Zehn Liter Wein hier! Ich werde den Grafen zum Trinken bringen, soll er davon trinken. Der Graf ist ein Schurke, er will nicht davon trinken. Der berühmte Bogár Imre, steig auf den Stuhl. Die Glocken läuten mittags, aber nicht zum Mittagessen. Oh Gott, meine vielen Sünden, jetzt fallen sie mir ein. Ich tötete ein kleines Mädchen, für dreißig Forint, ich warf sie in die Theiß, wegen ihres unschuldigen Kusses. Die Theiß nahm sie nicht auf, sie wurde in ihren Schaum geworfen. Ein junger Fischer kam vorbei, er fing sie in seinem Netz. Er fing sie in seinem Netz, er brachte sie gut nach Hause, zum Friedhof in Gímes, er begrub sie auch. Die Theiß trocknete aus, nur seine Spur blieb zurück, der arme Imre Bogár starb, nur sein Ruhm blieb.