Weiss Ferenc Xaver

Weiss Ferenc Xaver

Sonstige - andere

* Nagyszombat, 16. März 1717 – † Buda, 10. Januar 1785 / Jesuitenmönch, Mathematiker, Astronom; ; Er schloss sein Studium in Nagyszombat ab, unterrichtete zunächst an Jesuitenschulen und war ab 1752 Mathematiklehrer an der Universität Nagyszombat. Ihm wurde die Organisation der Universitätssternwarte anvertraut und 1765 zu deren Direktor ernannt. Er entwickelte die Sternwarte Nagyszombat zu einer der am besten ausgestatteten Sternwarten der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zwischen 1756 und 1770 veröffentlichte er seine Beobachtungen und Beobachtungen in Nagyszombat als eigenständige regelmäßige Publikation unter dem Titel „Observationes Astronomicae Annorum… in Observatorio Collegii Acad. Soc.“ Jesu Tyrnaviae... jedes Jahr zwischen 1757 und 1773. Seine Artikel erschienen auch in den Wiener und Berliner Jahrbüchern. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 war er königlicher Astronom. Als 1777 die Universität in Buda gegründet wurde, gründete er die Sternwarte auf der Budaer Burg und leitete sie anschließend, mit Miksa Hell als Berater. Die Budaer Sternwarte wurde 1780 fertiggestellt, und im selben Jahr begannen die Beobachtungen. Neben der Erforschung der Jupitermondfinsternisse, Mond- und Sonnenfinsternisse sowie Kometen wurde in Buda auch ein interessantes neues Objekt regelmäßig beobachtet: der Planet Uranus, den Wilhelm Herschel am 13. März 1781 entdeckt und nach Hell Urania benannt hatte. Darüber hinaus setzte er seine Lehrtätigkeit an der Universität fort, die von Nagyszombat dorthin verlegt worden war. Er initiierte regelmäßige Wetterbeobachtungen und führte geomagnetische Messungen durch. Sein größtes Verdienst besteht darin, dass er eine Generation talentierter Astronomen hervorgebracht hat (Ferenc Bruna, Ferenc Taucher, János Sajnovics u. a.). Sein wertvoller Briefwechsel wird in der Universitätsbibliothek Pest aufbewahrt.

Inventarnummer:

12118

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Sajólenke, Lenke