Das Lamm und der Hirtenjunge
Lied
1. Die Herde der jungen Dame grast prächtig, ; die junge Dame selbst geht ihr nach, ; von fern ruft sie dem Hirten zu: ; Mein Herz, Hirte, treibe deine Schafe aus. ; ; 2. Ich kann meine Schafe nicht austreiben, ; hier ist es verboten, sie werden meine Herde eintreiben, ; denke nicht einmal daran, mein Herz, Hirte, ; meine liebe Mutter wird sie hinauswerfen, wenn ich es sage. ; ; 3. – Meine Tochter, meine Tochter, sie werden mich meine Tochter nennen, ; wenn ich dich als Hirtin abgebe, ; – was bereue ich, meine liebe Mutter, verweigere, ; mein Herz schmerzt, die Schafe des Hirten werden zerrissen. ; ; 4. Eine Baronstochter taugt nicht als Hirtin, ; ein weites Gewand taugt nicht für den Tau, ; denn der Hirte wandelt nachts im Tau, ; und geht tagsüber seiner Herde nach. 5. Am Ende von Szendrő schnitzten sie jenen Baum, an dem der Hirtenjunge hängt. Möge der Wind sein feines Hemd und seine feine Hose verwehen, er wird die schöne Baronstochter nicht mehr umarmen.