Anhängerinnen Marias, hört gut zu!
Lied
1. Hört zu, ihr Marienverehrer,
diese wundersame Geschichte handelt von einer heiligen Vorleserin.
Ein kleines Mädchen lebte in der Nähe von Mariazell,
deren größte Freude es war, eine heilige Vorleserin zu haben.
2. Schon als kleines Mädchen empfand sie solchen Eifer,
dass ihr Herz nur für Maria brannte.
Die heilige Vorleserin war ihr Schatz,
ihr Heilmittel in der Not, ihr Trost im Kummer.
3. Mit reiner Andacht rezitierte das Mädchen täglich fünfzehn Zehnten der Vorleserin.
Eines Tages ging das eifrige Mädchen voller heiliger Andacht nach Mariazell,
mit ihrer heiligen Vorleserin.
4. Das fromme Mädchen beendete ihr Angelusgebet: „Bitte für uns, heilige Mutter Gottes.“ Das fromme Gebet wurde von Stimmen unterbrochen. Im Dickicht des Waldes klirrten Waffen. Bald umringten grimmig dreinblickende Räuber das Mädchen, das ihren Rosenkranz gen Himmel hielt. „Halt!“, sagten sie. „Wenn dir dein Leben lieb ist, gib mir, was du hast, deine Kleider, dein Geld.“ Ein Messer glänzte in ihren Händen im Schein einer Lampe. Das Mädchen blickte den Räubern demütig in die Augen. Sie sagte: „Gute Leute, ich habe kein Geld. Dieser Rosenkranz ist mein einziger Schatz.“ Ich gehe zu Maria, um sie um Gnade zu bitten.
Ich werde mein Herz mitnehmen, sie braucht keinen Reichtum.
–, Wo ist denn dein Herz?, sagten die Räuber.
Wir sehen nichts in dir als eine hölzerne Lesebrille.
8. Sie fuhren spöttisch fort: –, Wenn du kein Geld hast,
mal sehen, wie du dein Herz in deinen Händen trägst.
–, Sie wissen nicht, was sie tun, –, sagte das Mädchen inbrünstig.
Vergib mir, die ich am Kreuz gestorben bin.
9. Daraufhin packte einer der Schurken
das Mädchen an den Lippen, der andere fesselte ihre Arme.
Er drückte die Lesebrille des Mädchens in seiner Hand,
der Räuber riss ihr das Kleid vom Leib.
10. Und er stieß das Messer in die Brust des Mädchens,
er schnitt ihr unschuldiges kleines Herz damit heraus.
Oh, Wunder über Wunder, das Mädchen stand auf,
mit lächelnden Lippen grüßte sie sie.
11. So sprach er zu dem Bösen, wie er es versprochen hatte:
–, Gib mir mein Herz, damit ich es in meine Hand nehmen kann.
Er hält sein eigenes Herz bereits in seiner Hand,
ohne ein Wort der Klage wird er es zur großen Mariazell bringen.
12. So sprach er zu den Bösen:
–, Kommt mit mir, Maria zu preisen.
Die Sünder erschrecken beim Anblick des Mädchens,
sie werfen von selbst ihre mörderischen Waffen hoch.
13. Sie zerrissen ihre Kleider, fielen auf die Knie und riefen klagend dem Mädchen nach: „Tochter Marias, vergib uns, wir wollen mit dir gehen, um Maria zu preisen.“ 14. Sie folgten dem Mädchen auf Knien und erreichten die Grenze von Mariazell. Die Glocken läuteten von selbst, Engelshände zogen sie. 15. Das Mädchen ging mit ihrem Herzen zum Altar und legte es mit diesen Worten vor Maria: „Siehe, Jungfrau, nimm mein Herz von mir, führe mich empor zum Himmel und nimm mich zu dir.“ 16. So beichtete er vor dem Altar, empfing die Kommunion,
seine reine Seele fuhr auf zum Himmel, zu den Engeln.
Und die Bösen bereuten ihre Sünden,
und wurden zu strenggläubigen Einsiedlern.
Möge dies zur Verherrlichung Mariens und zum Heil unserer Seelen geschehen!
diese wundersame Geschichte handelt von einer heiligen Vorleserin.
Ein kleines Mädchen lebte in der Nähe von Mariazell,
deren größte Freude es war, eine heilige Vorleserin zu haben.
2. Schon als kleines Mädchen empfand sie solchen Eifer,
dass ihr Herz nur für Maria brannte.
Die heilige Vorleserin war ihr Schatz,
ihr Heilmittel in der Not, ihr Trost im Kummer.
3. Mit reiner Andacht rezitierte das Mädchen täglich fünfzehn Zehnten der Vorleserin.
Eines Tages ging das eifrige Mädchen voller heiliger Andacht nach Mariazell,
mit ihrer heiligen Vorleserin.
4. Das fromme Mädchen beendete ihr Angelusgebet: „Bitte für uns, heilige Mutter Gottes.“ Das fromme Gebet wurde von Stimmen unterbrochen. Im Dickicht des Waldes klirrten Waffen. Bald umringten grimmig dreinblickende Räuber das Mädchen, das ihren Rosenkranz gen Himmel hielt. „Halt!“, sagten sie. „Wenn dir dein Leben lieb ist, gib mir, was du hast, deine Kleider, dein Geld.“ Ein Messer glänzte in ihren Händen im Schein einer Lampe. Das Mädchen blickte den Räubern demütig in die Augen. Sie sagte: „Gute Leute, ich habe kein Geld. Dieser Rosenkranz ist mein einziger Schatz.“ Ich gehe zu Maria, um sie um Gnade zu bitten.
Ich werde mein Herz mitnehmen, sie braucht keinen Reichtum.
–, Wo ist denn dein Herz?, sagten die Räuber.
Wir sehen nichts in dir als eine hölzerne Lesebrille.
8. Sie fuhren spöttisch fort: –, Wenn du kein Geld hast,
mal sehen, wie du dein Herz in deinen Händen trägst.
–, Sie wissen nicht, was sie tun, –, sagte das Mädchen inbrünstig.
Vergib mir, die ich am Kreuz gestorben bin.
9. Daraufhin packte einer der Schurken
das Mädchen an den Lippen, der andere fesselte ihre Arme.
Er drückte die Lesebrille des Mädchens in seiner Hand,
der Räuber riss ihr das Kleid vom Leib.
10. Und er stieß das Messer in die Brust des Mädchens,
er schnitt ihr unschuldiges kleines Herz damit heraus.
Oh, Wunder über Wunder, das Mädchen stand auf,
mit lächelnden Lippen grüßte sie sie.
11. So sprach er zu dem Bösen, wie er es versprochen hatte:
–, Gib mir mein Herz, damit ich es in meine Hand nehmen kann.
Er hält sein eigenes Herz bereits in seiner Hand,
ohne ein Wort der Klage wird er es zur großen Mariazell bringen.
12. So sprach er zu den Bösen:
–, Kommt mit mir, Maria zu preisen.
Die Sünder erschrecken beim Anblick des Mädchens,
sie werfen von selbst ihre mörderischen Waffen hoch.
13. Sie zerrissen ihre Kleider, fielen auf die Knie und riefen klagend dem Mädchen nach: „Tochter Marias, vergib uns, wir wollen mit dir gehen, um Maria zu preisen.“ 14. Sie folgten dem Mädchen auf Knien und erreichten die Grenze von Mariazell. Die Glocken läuteten von selbst, Engelshände zogen sie. 15. Das Mädchen ging mit ihrem Herzen zum Altar und legte es mit diesen Worten vor Maria: „Siehe, Jungfrau, nimm mein Herz von mir, führe mich empor zum Himmel und nimm mich zu dir.“ 16. So beichtete er vor dem Altar, empfing die Kommunion,
seine reine Seele fuhr auf zum Himmel, zu den Engeln.
Und die Bösen bereuten ihre Sünden,
und wurden zu strenggläubigen Einsiedlern.
Möge dies zur Verherrlichung Mariens und zum Heil unserer Seelen geschehen!