Das Grab von Sigismund Szécsi

Das Grab von Sigismund Szécsi

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Der renommierte Forst- und Jagdschriftsteller und herausragende Hochschullehrer Zsigmond Szécsi (er änderte seinen Familiennamen 1881 von Nikel in Szécsi) war fast sein ganzes Leben lang mit dem Hochland verbunden. Er wurde am 6. Oktober 1841 in Kisgaram geboren. Nach seinem Schulabschluss in Bánya Beszterce studierte er an der Forstakademie in Selmecbánya. 1867 wurde er Assistenzprofessor am forstwissenschaftlichen Lehrstuhl der Hochschule in Selmecbánya. Nach dessen Aufteilung in mehrere Fachbereiche leitete er bis 1895 den Fachbereich Forstwirtschaft. Sein Name ist eng mit den Anfängen des ungarischsprachigen Unterrichts und der Entwicklung der Fachliteratur verbunden. János Pauer schreibt, dass die Lehrer um diese Zeit, „während der Ungarisierung der Akademie“, „große Schwierigkeiten und viel Mühe mit der Anglophonisierung der Fachbegriffe hatten“. (Pauer J., 1896, S. 361, S. 1l.) Auch Szécsi war auf diesem Gebiet sehr aktiv. Er gehörte zum ersten ungarischsprachigen Lehrkörper der Akademie und hatte die wichtige Aufgabe, ungarischsprachige Fachliteratur auf europäischem Niveau zu schaffen (Dr. Oroszi S., 1989, S. 319, S. 1l.). Sein herausragendes Werk, das „Handbuch der Forstwirtschaft“, erschien 1884 in Budapest im Verlag der Nationalen Forstgesellschaft. In diesem umfangreichen Band behandelt er alle Aspekte des Themas. So beschreibt er beispielsweise ausführlich die Werkzeuge und Geräte der Holzernte und Holzverarbeitung. Der Abschnitt über den Holztransport auf dem Wasser ist so umfassend, dass er auch heute noch als Grundlage für die Recherche zu Floßformen und gängigen Wasserfahrzeugen jener Zeit dient (Dr. Oroszi S., 1989, S. 320). Szécsis berufliche Tätigkeit als Hochschullehrer war vielseitig. Er hielt Vorlesungen über Forstwirtschaft und allgemeine Landwirtschaft und befasste sich mit öffentlichen Bauvorhaben, Wasser- und Straßenbau. Auf seine Initiative hin wurden künstliche Fischzucht sowie Vorlesungen über Jagd und Waffenkunde in den Lehrplan aufgenommen. Darüber hinaus erwarb er sich weitere Verdienste. Er trug eine enorme Menge an Anschauungsmaterial für die Abteilung der Akademie zusammen. Wie János Pauer schreibt: Die Zusammenstellung der Sammlungen erforderte außerordentliche Arbeit, große Sorgfalt und unermüdliche Forschung, doch „glücklicherweise wurde Szécsis Beharrlichkeit durch immer neue Schwierigkeiten nur noch verstärkt, seine Kraft ließ nie nach, seine Ausdauer schwächte sich nicht ab, und wenn er etwas für eine nützliche Neuerung in seinem Fachgebiet hielt oder es darum ging, seine Sammlungen zu erweitern, setzte er alles daran, Erfolg zu haben.“ (J. Pauer, 1896, S. 362) Er präsentierte seine Demonstrationsgeräte auch auf der Budapester Ausstellung von 1885. Für seine Verdienste um die Sammlung forstlicher Materialien wurde ihm das Ritterkreuz des Franz-Josephs-Ordens verliehen. Anlässlich der Ausstellung veröffentlichte er das Bulletin der Magy. Kir. Forstakademie Selmeczi in Selmec. Szécsi, der ab 1871 als Leiter der Abteilung tätig war, leistete auch unschätzbare Beiträge zu den Bauprojekten der Akademie. Er erstellte die meisten Pläne, die auch umgesetzt wurden. (J. Vadas, 1896, S. 357) Szécsi war zudem ein begeisterter Jäger und Sportschütze. Dazu heißt es: „Seine Begeisterung und seine Vorträge über den edlen Sport der Jagd und des Sportschießens weckten in vielen jungen Förstern die Leidenschaft für die Jagd.“ (J. Vadas, 1896, S. 358) Der zweite Band des Handbuchs der Jagdkunde erschien 1892 in Budapest. Er behandelt die Naturgeschichte des heimischen Wildes: „Neben der morphologischen Beschreibung einzelner Tiere befasste er sich mit deren Lebensweise und Lebensbedingungen und bewertete diese anschließend aus jagdlicher Sicht.“ (S. Oroszi, 1989, S. 320) Szécsi unterrichtete seine Studenten fast drei Jahrzehnte lang an der Akademie. Er war ein vielseitiger Mann, der sich in zahlreichen Bereichen engagierte. Er publizierte, organisierte, baute, fertigte Werkzeuge an, ging auf die Jagd, gründete Fachkreise usw. Seine Studenten liebten ihn, weil er sich mit ganzer Kraft für sie einsetzte. Er starb am 8. Oktober 1895 in Selmeczbánya. Ihm gebührt unsere Ehrerbietung. Schließlich war er ein Tagelöhner für sein Land und seine Nation. Werke: - Menschlicher Dung in der Landwirtschaft. Ausgezeichnetes Werk 1881 (mit Lajos Fekete). - Handbuch der Forstwirtschaft. Mit 100 Goldmünzen prämiertes Werk. Mit 508 Holzschnitten. Budapest, 1884. (2. überarbeitete Auflage. Selmeczbánya, 1899). - Naturgeschichte des Hauswildes. Budapest, 1892. (Handbuch des Jagdwissens II.).

Inschrift/Symbol:

Szécsi / Zsigmond / m.k. Forstrat / Hochschullehrer / geb. 1841. M 1895. / Friede sei mit der Asche!

Inventarnummer:

3224

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Selmecbánya   (Öregtemető)