Zoltán Boross
Sonstige - andere
* Rimaszécs, 25. Oktober 1906 – † Debrecen, 24. Januar 1998 / Publizist, Archivar; Er absolvierte das Gymnasium in Bratislava und Rimaszombat. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Bratislava. Er war einer der Gründer und führenden Köpfe der Skythenbewegung und entwickelte deren Konzept einer „osteuropäischen Konföderation“. In den 1930er Jahren befasste er sich in seinen in ungarischen Zeitungen im Hochland (z. B. Mi Lapunk, A Nap, Rimavölgye, Gömör etc.) veröffentlichten Artikeln mit agrarischen und sozialen Fragen (Lage der europäischen und ungarischen Bauernschaft, Landreformbemühungen, illegale Kinderarbeit). Nach seinem Universitätsabschluss praktizierte er als Rechtsanwalt in Feled. Im Juli 1945 wurde er aufgrund erfundener Anschuldigungen verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im März 1949 wurde er nach Ungarn umgesiedelt. Ab den 1950er Jahren lebte er in Debrecen und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als leitender Angestellter bei der Bodenenergie-Managementgesellschaft. Im Ruhestand begann er im Auftrag des Déri-Museums Dokumente über die Sichel zu sammeln. Daraus ist heute eine eigenständige Abteilung entstanden. Er war einer der Mitautoren des 1978 in Budapest erschienenen Buches „This Was the Sickle“. Seine Werke „The Story of the Sickle“ und „The Story of the Felderland“ blieben Manuskripte. Der Interviewband „In the Service of the Upland Magyars“ (1995) und seine Memoiren „My Memories of Gömörországi“ (1996) wurden als interne Publikationen des Déri-Museums in Debrecen veröffentlicht.