Ganya Vilmos, Gaňo

Ganya Vilmos, Gaňo

Sonstige - andere

* Tarna, 25. Mai 1893 – † Bratislava, 24. Juli 1966 / Sonderpädagoge; ursprünglich ruthenischer Staatsangehörigkeit. Er absolvierte 1912 das Lehrerseminar in Sárospatak und 1915 das Institut für Sonderpädagogik in Budapest. Seine berufliche Laufbahn begann er in Budapest am Staatlichen Institut für verhaltensauffällige Kinder (Unter- und Mittelschule). Ab 1917 war er zudem Mitarbeiter des Pestalozzi-Heims des Kriminalpädagogischen Instituts. Während der Pariser Kommune von 1919 arbeitete er im Beschäftigungsinstitut für Blinde und in der Kinderschutzabteilung des Volkskommissariats für Justiz. 1920 emigrierte er in die Tschechoslowakei. Zunächst war er am Institut für Gehörlose in Króleň und später in Bratislava tätig. In diesen Jahren befasste er sich mit nahezu allen Bereichen der Sonderpädagogik und veröffentlichte Studien in ungarischer und slowakischer Sprache. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er am Aufbau des slowakischen öffentlichen und sonderpädagogischen Bildungssystems, an der Organisation neuer Institutionen und an der Reform der Berufsausbildung. Er leitete die Abteilung für Defektologie am Pädagogischen Forschungsinstitut in Bratislava (1947–1966) und war außerordentlicher Professor für Sonderpädagogik an der Comenius-Universität. 1957 gründete und redigierte er die slowakische Zeitschrift „Špeciálna škola“ und war anschließend an der Gründung (1959) und Redaktion der tschechoslowakischen Zeitschrift „Otázky defektológie“ beteiligt. Seine Hauptwerke: „Kinderschutz und Heilpädagogik“, 1918; „Grundbegriffe der Erziehung nervöser Kinder“, 1922; „Výchova defektných detí“ (Erziehung behinderter Kinder – Übersetzung von Vilmosné Hasák), 1966.

Inventarnummer:

12681

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Dobsina