Ungarische Clearing- und Wechselbank

Ungarische Clearing- und Wechselbank

Gebäude, Struktur

Eines der wenig bekannten Gebäude am Hauptplatz von Bratislava, am Eingang der Halász-Kapu-Straße, wurde für die Ungarische Clearing- und Währungswechselbank errichtet. Das Grundstück an diesem belebten Ort blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Es befand sich seit dem Mittelalter im Besitz der Patrizierfamilie Auer, mit der König Matthias 1474 Geschäfte trieb. Königin Maria von Habsburg (Witwe Ludwigs II.) residierte einst in ihrem Haus. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Ernő Auer ein engagierter Leiter der lutherischen Kirche in der Stadt, die sich damals in einer schwierigen Lage befand. So hielt die Gemeinde, die zeitweise ohne Kirche dastand, sogar ihre Gottesdienste im Haus der Familie Auer ab. Seit den 1840er Jahren war in dem Haus eine Bank untergebracht. 1893 wurde das Gebäude von der Ungarischen Clearing- und Währungswechselbank erworben, die von Wiener Kapitalisten gegründet worden war und eine Filiale in Bratislava eröffnen wollte. Das Vorgängergebäude wurde 1906 abgerissen und an seiner Stelle bis 1911 das heutige Bankgebäude errichtet. Der symmetrisch gestaltete, fünfstöckige Palast mit hohem Dach liegt an der Straße in einer geschlossenen Häuserzeile und ist im Jugendstil gehalten. Die Bankfiliale befand sich im Erdgeschoss und verfügte über ein großzügiges Interieur, ein imposantes Portal und einen direkten Zugang zur Straße, während in den oberen Stockwerken Wohnungen untergebracht waren. Das Gebäude wurde 1999 geschmackvoll renoviert. Im Erdgeschoss befindet sich ein Restaurant, die übrigen Etagen werden von einer Versicherung genutzt.

Inventarnummer:

1375

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Pozsony   (Fő tér)