Türkische Kapelle zum Gedenken an die Schlacht von Palast im Jahr 1552
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Das bedeutendste historische Ereignis des Dorfes Palást war zweifellos die Schlacht vom 10. bis 11. August 1552 an der Grenze zwischen den angreifenden Türken und den christlichen Heeren, die das Hochland verteidigten. Die Türken errangen den Sieg. Ziel ihres Feldzugs in Ungarn im Jahr 1552 war die Trennung zwischen dem habsburgtreuen Ungarn und dem unabhängigen Siebenbürgen. Die christlichen Heere wurden von Erazmus von Teuffel angeführt und umfassten spanische, italienische, österreichische, deutsche, tschechische, mährische, ungarische und slowakische Einheiten. Anführer der angreifenden Türken war Hádim Ali Pascha aus Buda. Nach zwei Tagen erbitterter Kämpfe war das Schlachtfeld mit den Leichen Tausender gefallener Krieger bedeckt, doch die siegreichen Türken nahmen auch Tausende christliche Gefangene. Auch der Bischof von Vác, Ágoston Sbardellati, der die Christen bis dahin mit Nahrungsmitteln versorgt hatte, fiel. Infolge des osmanischen Sieges festigten die Türken ihre Macht in der Region Alsó-Ipoly. Am vermuteten Schlachtort, westlich der Landstraße, befindet sich eine kleine, gedrungene Gedenkkapelle im klassizistischen Stil. Sie hat einen quadratischen Sockel, ist massiv und mit einer metallenen Pyramidenkrone versehen. Zur Straßenseite hin besitzt sie eine rechteckige, zurückgesetzte Fensternische. Das Errichtungsdatum der Säule ist ungewiss (18. Jahrhundert oder erste Hälfte des 19. Jahrhunderts). 1864 wurde die Säule mit dem Marienbildnis als so baufällig beschrieben, dass der Gutsherr Bernát Ulmann sie noch im selben Jahr reparieren lassen musste. 1964 wurde unter der Nische der Säule eine ungarischsprachige Inschrift angebracht: „Die ungarischen Arbeiter von Palásti und das Rote Kreuz“. So entstand ein schönes Denkmal für die hier ruhenden Helden. Die Säule wird gelegentlich von Anwohnern in Prozessionen besucht, und an den Jahrestagen der Schlacht findet hier eine Messe statt.