Traditionelle Obstbäume
Sonstige - andere
Zu den dokumentierbaren und charakteristischen Merkmalen der lokalen Produktion und Ernährungsgewohnheiten gehören die Arten und Sorten verschiedener Obstbäume. Obstbäume in der Umgebung von Nyitra werden bereits im zweiten Zobor-Brief von 1113 erwähnt, und fünf Birnenarten sowie eine Eberesche tauchten auch bei der Abgrenzung der Güter auf. Aus Pográny sind bereits 1287 drei bestimmte Birnensorten bekannt: Bakbűzű (Bokbyzu/Bogbwzw), Telelő (teleleu/Telelew) und Gödölye (Gudula/Godola). Aus dieser Zeit stammt einer der ältesten bekannten Obstbäume des gesamten Karpatenbeckens. Im Jahr 1626 kommen die Sorten Szép körtvély (Czép körtuély) und eine nicht näher spezifizierte Varjasfa (Warÿasfa) vor. Auch ältere Menschen von heute kennen so alte Birnensorten wie die Hermánkörte, Búzáraírőkörte, Úrikörte, Vadkörte oder Télikörte. Im Dorf gibt es noch einige alte Birnbäume auf dem Weinbergshügel und in den Dorfgärten. Unter den Äpfeln waren Panyikalma, Csergőalma, Bőralma, Borízőalma, Télikörte oder Vadalma bekannt. Pflaumen wurden getrocknet, aber auch zur Herstellung von Pálinka verwendet. Die bekannteren Sorten waren Besztercei, Duráncai, Aprószemő, Lószemő und Fosósziva. Es gab auch Kirschbäume (z. B. Fosóka), verschiedene Pfirsichbäume, Walnussbäume (z. B. Papírhajó, Olaszgyivó) usw. Die meisten traditionellen Obstbäume überlebten auf dem Weinberghang, oft vernachlässigt, sich selbst überlassen und von Unterholz überwuchert. Eine besondere Gruppe bilden jene Früchte, deren Konsum drastisch zurückgegangen ist. Dazu gehören Eberesche, Mispel und Brombeere (Maulbeere). Die letzten Exemplare dieser Früchte existieren noch, und ihre Erhaltung in einer Genbank wäre von großer Bedeutung. Auch alte Gemüsesorten (Bohnen, Knoblauch, Mohnsamen usw.) verdienen Beachtung.