Altersdokument

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Sonstige - andere

Vága, 16. März 1945; Die Besetzung von Vága durch die Pfeilkreuzler erfolgte unter beispiellosen Umständen. Die damaligen Behörden importierten Pfeilkreuzler aus Pelsőc. Bis heute ist es ungeklärt, doch weder die Zeitzeugen noch die fragmentarisch erhaltenen Chroniken geben Aufschluss darüber, wie die Pfeilkreuzler von Pelsőc nach Vága gelangten. Laut den beiden genannten Quellen versuchten die Pfeilkreuzler im November 1944 und dann im Januar 1945, den bereits vom Krieg schwer getroffenen Einwohnern von Vága das Leben zur Hölle zu machen. Beim ersten Mal trieben sie etwa 200 demobilisierte Soldaten, Kriegsinvaliden und Genesende aus dem Dorf auf die Güter des Dorfes Hodi bei Galánta. Auf diesem Gut wurde Kriegsmaterial produziert und ein Straflager betrieben. Im Januar 1945 wurden die Jugendlichen von Vága, die das 14. Lebensjahr erreicht hatten – im Wesentlichen Kinder –, zunächst zum Bahnhof Galanta gebracht und dort mit Proviant für fünf Tage ausgestattet. Für 80 Lew wurden sie gezwungen, zum Sammelpunkt Érsekújvár zu marschieren. Von dort wurden sie nach Deutschland geschickt. Sie kamen bis Dresden. Die Einwohner von Vága wissen, dass sie nach kleineren oder größeren Strapazen alle in ihr Heimatdorf zurückkehrten. (Aus dem Buch von Dr. László Pukkai: Geschichte des Dorfes Vága)

Inventarnummer:

6610

Jahreszahl:

1945, 1945

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Vága