Nachtschatten
Sagen
Anmerkung: Unter den Weideflächen der Gegend war Nagy-hegy als wasserarme Weide bekannt, weshalb die Menschen ihr Wasser aus den Brunnen am Fuße des Berges tranken. Im Kreis Nógrád ist außerdem bekannt, dass „wenn man um Mitternacht die Wurzel des Tollkirschens ausgräbt, sie trocknet, zerbricht und sie jemandem in Milch oder Wasser gibt, dieser 24 Stunden lang umherläuft…“ (Benkóczy Emil, 1905, S. 103). Aufgrund der halluzinogenen Wirkung der Pflanze wurde sie oft für Streiche oder Racheakte verwendet, und ihr Gebrauch konnte sogar zum Tod führen (Zsupos Zoltán, 1987, S. 67–69; Uő., 1994, S. 146). In der Volksmedizin wurde sie hauptsächlich zur Behandlung von Gicht und Rheuma eingesetzt. Seine magische Kraft erwies sich auch als geeignet für Liebeszauber (z. B. im Szuha-Tal), und die Heuschrecken von Nagybalog boten es in pulverisierter Form in Hochzeitshäusern in der Großen Ebene an (Attila Paládi-Kovács, 1966. 295.).