Thomas Mauksch

Thomas Mauksch

Sonstige - andere

* Késmárk, 20. Dezember 1749 – † Késmárk, 10. Februar 1832 / Evangelischer Pfarrer, Naturforscher und Tatra-Experte, Lehrer, Kaufmann; Er absolvierte das Gymnasium in seiner Heimatstadt und studierte anschließend Theologie und Naturwissenschaften an der Universität Leipzig. Von 1776 bis 1784 unterrichtete er am Gymnasium in Késmárk. Zwischen 1784 und 1802 war er als evangelischer Pfarrer tätig, zunächst in Bártfa und ab 1786 in Nagyszalók. Dort begann er mit Wein zu handeln und gab 1802 schließlich seine Lehrtätigkeit auf, um nach Késmárk zurückzukehren, wo er sich fortan ausschließlich dem Weinhandel widmete. Neben seiner Arbeit erforschte er die Geschichte, die natürlichen Gegebenheiten, Mineralien und Gesteine seiner Heimat und untersuchte das Tatra-Gebirge. Er wanderte häufig in der Tatra und versuchte, den Lomnica-Gipfel zu besteigen. Auf diesen Reisen begleitete er mehrfach bekannte ausländische Reisende, Naturforscher und Offiziere (z. B. Robert Townson, Göran Wahlenberg, Pál Kitaibel, János Asbóth, Gergely Berzeviczy, István Csáky). Csáky besaß ein Jagdschloss in Tátrafüred, in dem Gäste untergebracht werden konnten. Tamás Mauksch wurde ein profunder und anerkannter Experte für die Flora der Zips und der Tatra und arbeitete eng mit Kitaibel an dessen Werk „Descriptiones et icones plantarum rariorum Hungariae“ zusammen. Daher ist es kein Zufall, dass Maukschs Name unter den aufgeführten Mitarbeitern zu finden ist. Tamás Mauksch selbst verfasste mehrere Werke in Latein und Deutsch, die jedoch unvollendet blieben. Das bedeutendste davon ist „Wegweiser durch die Zipser karpathischen Alpen“, das Károly György Rumy bereits 1826 für den Druck vorbereitet hatte, das aber letztlich nicht veröffentlicht wurde. Das Manuskript gelangte in die Handschriftensammlung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und enthielt eine Liste von 1508 Pflanzenarten. Zwischen 1794 und 1832 führte er zudem ein Tagebuch mit botanischen und meteorologischen Beobachtungen, das jedoch ebenfalls nie veröffentlicht wurde. Lediglich sein Biograf Sámuel Weber und János Lipták (1889–1958), der eine Monografie über das Lyzeum Kesmark („Geschichte des evang. Distriktual-Lyzeums A. B. Kesmark“, 1933) verfasste, nutzten es als Grundlage. Er war von 1911 bis 1944 Lehrer am Lyzeum Kesmark und von 1941 bis 1944 Direktor des dort ansässigen Instituts für Heimatforschung. Zwei geografische Namen erinnern an Mauksch: die Maukschgrube am Nagyszalók und der Maukschsee im Kesmarktal. Am 8. September 1901 wurde ihm zu Ehren eine Gedenktafel in der Kirche von Kačaslomnice angebracht.

Inventarnummer:

11798

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Tavas