Tivadar Rombauer
Sonstige - andere
* Levoca, 27. Januar 1803 – † New-Buda-Davenport, 12. November 1855 / Hütteningenieur; Er verbrachte seine Kindheit in Prékopa, Kreis Turóc, und absolvierte seine Grundschulbildung privat. 1811 begann er die High School in Levoca, schloss aber 1822 das Evangelische Lyzeum in Selmecbánya mit hervorragenden Ergebnissen ab. Dort erwarb er 1825 an der Bergakademie das Diplom als Bergbauingenieur. Er begann seine praktische Laufbahn in Rohonc und war anschließend als Direktor der Alaunhütte auf dem Gut des Grafen Schöborn bei Munkács tätig. Später trug er auch zur Entwicklung der Eisenwerke bei; von 1829 bis 1832 wurde unter seiner Leitung der Hochofen in Selesztó errichtet, in dem Roheisen produziert und Kunstgussstücke hergestellt wurden. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt wurde er 1843 Leiter der Rimai Coalitio und setzte in dieser Funktion umfassende Modernisierungs- und Infrastrukturmaßnahmen um, wodurch die Produktion innerhalb kurzer Zeit deutlich gesteigert werden konnte. Auf seine Initiative hin wurde 1845 in Rimaszombat die Gömöri Vasművelő Egyesület gegründet, deren Ziel die Errichtung einer gemeinsam von den in Gömör ansässigen Hüttenwerken betriebenen Eisenraffinerie war. Er spielte eine maßgebliche Rolle bei der Gründung des Eisenwerks Ózd. 1848 leitete er die Industrieabteilung im Ministerium für Landwirtschaft, Industrie und Handel, war Direktor der in Pest gegründeten Nationalen Waffenfabrik und zentraler Verwalter der Munitionsproduktion. Nach dem Fall von Pest im Januar 1849 verlegte er seine Fabrik nach Oradea. Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges wanderte er unter abenteuerlichen Umständen nach Nordamerika aus und ließ sich im Frühjahr 1850 in New-Buda nieder, einer von Ungarn gegründeten Stadt nahe Davenport. Er wollte sich auch mit Eisen- und Bergbaufragen in Amerika befassen und reiste zu diesem Zweck sogar nach Südamerika. Schließlich widmete er sich der Landwirtschaft, empfand dieses eintönige Leben jedoch als schwierig. In seinen letzten Jahren war er Herausgeber der in Davenport erscheinenden deutschen Zeitung „Der Demokrat“. Aus seiner Ehe mit seiner Cousine Berta Rombauer gingen zehn Kinder hervor (fünf Töchter und fünf Söhne).