Wöchentliche Tabakproduktion
Sonstige - andere
Auf dem Foto: Miklós Szabó, Dezső Szabó. Die Sämlinge wurden in einem Frühbeet mit Erde oder Asche ausgesät, da es sich um sehr kleine Samen handelte. Nach der Keimung und dem Auflaufen benötigten sie ständige Pflege. Sie mussten gegossen, belüftet und vereinzelt werden. Sie wuchsen innerhalb von ein bis zwei Monaten, und die Pflanzung erfolgte Ende April oder Anfang Mai. Hierfür war fein gemahlene Erde erforderlich. Die Reihen wurden mit einem Reihenzieher gezogen, die Sämlinge mit einem Pflanzstab oder einer Hacke eingesetzt und direkt an Ort und Stelle gegossen. Anschließend wurden die gepflanzten Sämlinge erneut gegossen. Sie wurden drei- bis viermal gehackt, bis sie erntereif waren. Bildeten sich Blütenknospen, wurden diese abgeknipst. Nach einer Woche konnten die Seitentriebe abgebrochen werden. Dieses Einschneiden war notwendig, damit die übrigen Blätter größer und gesünder wurden und schneller reiften. Die Blätter wurden einzeln abgebrochen, sobald sie reif waren, nicht alle auf einmal, sondern nur die reifen von unten nach oben. Anschließend wurden die Blätter zum Trocknen gebracht, welken gelassen, die Ähren entfernt und dann durch Einstechen der dicken Blattadern mit einer großen Nadel aufgefädelt. Diese so aufgefädelte Tabakkette wurde Lauch genannt. Die Tabakketten wurden dann in der Sonne oder an einem gut belüfteten Ort, beispielsweise in Scheunen, getrocknet. Nach dem Trocknen wurden sie verknotet, nach Größe und Farbe sortiert, glattgestrichen und schließlich zusammengebunden.