Gyula-Szabó-Gedenkhaus
Gebäude, Struktur
Gyula Szabó (1907–1972) war ein bedeutender Maler, geboren in Budapest, der jedoch seit seinem zweiten Lebensjahr ununterbrochen in Losonc lebte. Er hinterließ ein äußerst reiches Werk, sowohl thematisch als auch technisch. Nach seinem Tod initiierte seine Witwe, Kinga Szabó, die Gründung einer Galerie in Losonc, indem sie 138 Werke stiftete. (Die Nógrádi Galéria – Novohradská galéria – bestand von 1980 bis 2004 als eigenständige Institution, bis Kinga Szabó in den Ruhestand ging und die Galerie mit dem Nógrádi Museum fusionierte.) Kinga Szabó richtete anschließend das Wohnhaus des Künstlers als Galerie ein. In den drei Räumen im Erdgeschoss des Hauses können Besucher in einer Dauerausstellung chronologisch geordnet Gyula Szabós Leben und Werk kennenlernen. Im Jahr 2011 ließ die Witwe einen 6 x 10 Meter großen Ausstellungsraum an das Haus anbauen, in dem wir seither zweimal jährlich zeitgenössische Künstler präsentieren können. Parallel dazu zeigen wir thematisch oder technisch ausgewählte Sammlungen aus dem Nachlass von Gyula Szabó. Der Raum eignet sich auch für Vorträge und Konzerte. Das Gedenkhaus wird vom Bürgerverein „Szabó Gyula Barátainak Klubja“ betrieben. Gyula Szabó malte in jeder Schaffensperiode (etwa alle zehn Jahre) in einem anderen Stil. Neben der Malerei schuf er hochwertige Holzschnitte – rund 360 gravierte Druckstöcke! – und schrieb Gedichte. Anlässlich seines 100. Geburtstags veröffentlichte der Bürgerverein eine Monografie, deren Kapitel jeweils von einem anderen Autor verfasst wurden. Seine Lyrik wurde von Lajos Szakolczay analysiert. Das Gedenkhaus finanziert sich durch Spenden, staatliche Zuschüsse (die sehr gering sind) und die selbstlose Arbeit der Witwe und ihrer Freunde.