Stefania-Straße
Gebäude, Struktur
Die Stephaniestraße ist die Hauptstraße der Neustadt und Bratislavas im Allgemeinen. Sie wird auch von der Straßenbahn belebt und verbindet den Grassalkowitsch-Platz mit der Sánc- und der Mély-Straße sowie der Lamacsi-Straße. Die Straßen Prinzessin Izabella, Kilit Gásparich, Vilmos Günther, József Katona, Aulich und Gyurikovics münden in sie. Über die Stephaniestraße und die Lamacsi-Straße erreicht man den Hauptbahnhof der Ungarischen Staatsbahnen. Früher hieß die Stephaniestraße Marczalstraße, benannt nach den Weinbergen Mätzen und Märceln, die bereits im 15. Jahrhundert in Testamenten erwähnt wurden und noch heute genutzt werden. Ihren heutigen Namen erhielt sie zu Ehren der ehemaligen Thronfolgerin Stephanie (heute Gräfin Lónay) anlässlich des Besuchs der Erzherzogin bei der Familie von Erzherzog Friedrich in Bratislava. Keine Straße in Bratislava hat sich so stark verändert und ist so schön geworden wie die Stefania-Straße. Auf dem alten Bauernhof der Familie Orsolyák, dem späteren Gut Falb (5758 Quadratmeter bzw. 4 (1200 Quadratmeter) Morgen und 985 Quadratmeter), entstanden prächtige Häuser. Seit den 1980er Jahren sind prunkvolle Paläste und große Wohnhäuser entstanden, wie beispielsweise die Gebäude Gr. Erdődy und Swetlik (heute Palugyay). Die Treppe des Erdődy-Palastes zeugt von aristokratischem Luxus. Auch andere repräsentative Häuser wurden in rascher Folge entlang der Stefania-Straße errichtet. Erwähnenswert ist das große zweistöckige Wohnhaus des ehemaligen Gr. Karácsonyi, das sich heute im Besitz von Erzherzog Friedrich befindet und in dem der Isabella-Hausgewerbeverein unter der Schirmherrschaft von Erzherzogin Isabella untergebracht ist. Ziel dieses Vereins ist die Förderung des Hausgewerbes, insbesondere der Stickerei mit Gold, Silber, Seide und Holzwolle, damit die Bäuerinnen Oberungarns ihr angeborenes Talent entfalten können. Künstlerisches Talent und dessen sinnvolle Nutzung. Das eifrige und fördernde Interesse der Erzherzogin war für den Verein von großem Vorteil, da der Ruhm ihrer Produkte weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Unter den Häusern in der Stefaniastraße sind auch die Häuser Palugyay, Reischl, Horárik, Pisztory, Schlemmer und Tauscher erwähnenswert. Das Schloss Pisztory ist ein hervorragendes Herrenhaus, was Geschmack und Luxus betrifft. Die Schmiedearbeiten an Tor und Treppe sind Meisterwerke der Firma Marton. Das eiserne Tor des Hauses Horárik ist ein wunderschönes Meisterwerk des Schlossers Horárik. In der Stefaniastraße befindet sich auch der alte Schießstand Polgár, der heute zu einem Privathaus umgebaut wurde. Dieser Schießstand wurde 1779 erbaut, als der Schießstand im Graben von Mihálykapu geschlossen wurde. Seine Fläche, einschließlich des Gartens, beträgt 1245 Quadratmeter oder 1200 Hektar und 450 Quadratmeter. Im Jahr 1846 Jakab Palugyay übernahm den Schießstand, und hier fanden beliebte Bälle und Abendessen des Adels statt. 1848 übten die jungen Männer, die in den Unabhängigkeitskrieg zogen, auf diesem Schießstand das Schießen, und am 27. März 1849 wurde auf dem Übungsgelände des Schießstands János Baldini, ein Ingenieur italienischer Herkunft und Oberleutnant des ungarischen Frangepán-Bataillons, hingerichtet. Ende der 1870er Jahre ging das Haus in Privatbesitz über, an die Familie Indrák, und seither hält der bürgerliche Schützenverein seine Schießübungen auf dem Schießstand im Wäldchen ab. In der Stefánia-Straße befanden sich einst die für ihre Schönheit berühmten Gärten Viczay und Erdődy, die heute stark vernachlässigt sind. Erwähnenswert sind die bekannte Firma Wendler, die Walnuss- und Mohnkuchen herstellte, die Malzfabrik Deutsch und die Orgelbauwerkstatt Mozsnyi Vince. Spuren des Orgelbauhandwerks lassen sich in unserer Stadt bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Mittelalter. An der Ecke von Stefánia-Straße und Aulich-Lajos-Straße befindet sich das kleine Gästehaus Medvé, an dessen Seite sich die erste Station des Kreuzwegs befindet. Am Ende der Straße steht das städtische Zollhaus, das gleichzeitig als Erste-Hilfe-Station mit Verbandkasten dient. Nach Trianon wurde die Stefánia-Straße nach Milan Rastislav Štefánik benannt. Während der sozialistischen Ära (mit Ausnahme des Prager Frühlings) hieß sie Friedenswächterstraße (Obrancov mieru) und trägt heute wieder Štefániks Namen. Die Straßenbahnlinie wurde 1979 unter dem Vorwand des U-Bahn-Baus stillgelegt. Seitdem bereichert die U-Bahn die Welt der Träume.