Status quo ante der Synagoge in Nagyszombat

Status quo ante der Synagoge in Nagyszombat

Gebäude, Struktur

Eine der ältesten jüdischen Gemeinden Ungarns siedelte sich im 14. Jahrhundert im mittelalterlichen Nagyszombat an, wurde jedoch ab dem 15. Jahrhundert aus der Stadt verbannt und durfte erst im 18. Jahrhundert zurückkehren. Im Stadtzentrum befinden sich zwei Synagogen aus dem 19. Jahrhundert, die direkt nebeneinander stehen. Die nördliche ist größer und wurde 1897 von der damaligen jüdischen Gemeinde nach den Plänen des österreichischen Architekten Jakub Gärtner erbaut. Die Hauptfassade des Gebäudes, errichtet aus roten und gelben Ziegeln und mit orientalischen Stilelementen, befindet sich an der Westseite, wo sich der Haupteingang befindet und die von zwei Zwiebeltürmen dominiert wird. Im Inneren des Gebäudes dienten separate Galerien im Obergeschoss den Frauen als Gebetsraum, während die Männer im Erdgeschoss Platz nahmen. Das Gebäude wird heute vom Museum für Slowakisch-Jüdische Kultur des Slowakischen Nationalmuseums verwaltet. In der Galerie im Obergeschoss ist eine Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Juden zu sehen. Das Gebäude wurde bewusst weder innen noch außen aufwendig renoviert. Seine Fresken und Einrichtungsgegenstände wurden lediglich in ihrem abgenutzten Zustand erhalten, wodurch der Erinnerungscharakter des Museums unterstrichen wurde.

Inventarnummer:

3176

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Nagyszombat   (Simor János utca 2. - Halenárska 2.)