Statue von Sára Salkaházi in Košice
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Sára Salkaházi wurde 1899 in Košice geboren, wo sie zunächst als Lehrerin und später als Journalistin arbeitete. Zwei Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog sie endgültig nach Budapest. Nach dem Urteil von Trianon konnte sie in ihrer Heimatstadt nicht mehr unterrichten, da sie sich weigerte, den von den Tschechen geforderten Treueeid zu leisten. In Budapest legte sie als Schwester der Gesellschaft der Sozialbrüder ihre ewigen Gelübde ab. Der Orden versteckte während des Zweiten Weltkriegs etwa tausend Verfolgte in seinen Klöstern, und Sára Salkaházi wurde in einem davon verhaftet. 1944 wurde sie von Pfeilkreuzlern vor dem Budapester Hauptzollamt am Donauufer erschossen. Der aus Košice stammende bildende Künstler Ottó Szabó arbeitete ein Jahr lang an der Statue von Sára Salkaházi, die ursprünglich aus Košice stammte. Das Werk wurde 2012 fertiggestellt. Die etwas überlebensgroße Bronze- und Kalksteinskulptur wurde im Januar 2013 aufgrund von Renovierungsarbeiten im südlichen Seitenschiff der Kathedrale von Košice aufgestellt und am 12. Mai 2013 im Rahmen eines Festgottesdienstes in slowakischer Sprache offiziell geweiht. Die Weihezeremonie wurde von Bernard Bober, dem Erzbischof von Košice, geleitet. Der obere Teil der Statue ist aus Bronze, der untere aus Kalkstein gefertigt – demselben Kalkstein, der auch unter dem Parlament am Donauufer zu finden ist, wo Sára Salkaházi und ihre Gefährten hingerichtet wurden. „Dies ist ein bewusstes Symbol. Ich habe die Skulptur so gestaltet, dass sie den Eindruck erweckt, als würde die heiße Bronze in die Spalten des Kalksteins fließen“, sagte Ottó Szabó über das Werk. Auf der Statue ist neben dem Namen und den Lebensjahren das lateinische Motto des ewigen Gelübdes der Seligen Sára Salkaházi eingraviert: „Hier bin ich, sende mich!“ Der Heilige Stuhl genehmigte im Januar 1997 die Einleitung des Seligsprechungsverfahrens für Sára Salkaházi, und das Kardinalskollegium schloss den Fall am 21. Juni 2005 ab und genehmigte die Seligsprechung. Der Heilige Vater unterzeichnete und verkündete das Dekret anschließend am 28. April 2006. Die feierliche Verkündigung der Seligsprechung (die Seligsprechungsmesse) fand am 17. September 2006 auf dem Szent-István-Platz in Budapest (vor der Basilika) statt.