Statue von Lajos Pósa
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Lajos Pósa (1850–1914) war ein Schriftsteller, Journalist und Zeitungsredakteur. Er wurde in Nemesradnót, einem kleinen Dorf im Balog-Tal bei Rimaszombat, geboren. Er veröffentlichte über fünfzig Gedichtbände für Kinder und etwa 800 Kinderlieder. Mehrere Hundert dieser Lieder wurden von renommierten Künstlern wie Pista Dankó und Béla Bartók vertont. Zusammen mit Elek Benedek gründete er die erste Literaturzeitschrift speziell für Kinder, „Az én újszagóm“, die Pósa lange Zeit herausgab. Zu seinem Tod kannte fast jedes ungarische Kind und jeder ungarische Erwachsene den Namen „Onkel Lajos“. Zwanzig Jahre nach seinem Tod wurde auf Initiative des reformierten Lehrers Lajos Bodon aus Nemesradnót eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um ein Denkmal für Pósa zu errichten. Die Ungarn in der Tschechoslowakei, insbesondere die Intellektuellen, die aus ihrer Trianon-bedingten Lethargie erwacht waren, setzten sich geschlossen für die Sache ein. Dank ihnen konnte das Werk am 1. Juli 1934 im Rahmen eines Nationalfeiertags vor einer großen Menschenmenge vor der Radnót-Schule enthüllt werden. In der Nachkriegszeit, als viele ungarische und bürgerliche Bauwerke in Gefahr waren, verbarrikadierten die örtlichen CSEMADOK-Aktivisten das Werk zunächst vorsorglich, demontierten es dann aus Sicherheitsgründen und versteckten es mit Brettern unter einer der Holztreppen der Kirche. Erst 1964 kehrte es an seinen ursprünglichen Platz zurück und wurde erneut feierlich aufgestellt. Die lebensgroße Bronzebüste, die den großen Geschichtenerzähler im Alter darstellt, stammt vom Budapester Bildhauer Ede Margó. Der äußerst vielseitige, aus Stein gehauene Sockel der Statue ist ein Werk der Brüder Ferenczy. Die örtliche Bevölkerung legt regelmäßig Kränze am Denkmal von Lajos Pósa nieder, dessen Geburtstag von den Ungarn des Hochlands hoch verehrt wird.