Statue von Emil dem Tataren
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Emil Tatárik wurde am 16. Februar 1887 in Ondrochov geboren. Er verlor früh seine Eltern und wuchs in einem Waisenhaus in Budapest auf. 1906 erwarb er seine Lehrbefähigung am Katholischen Lehrerseminar in Esztergom. Nach dem Ersten Weltkrieg kam er nach Érsekújvár, wo er zunächst als Kupferstecher in der Werkstatt seines Bruders arbeitete. Schon bald begann er in Tardoskedd zu unterrichten. Von 1925 bis zu seiner Pensionierung lehrte er in Érsekújvár. In Ungarn lernte er Schach spielen und gewann 1920 den Wettbewerb des Sportverbandes Érsekújvár (ÉSE). Er war Mitglied des 1921 gegründeten Érsekújvár-Verbandes des Tschechoslowakischen Schachverbandes und engagierte sich dort aktiv. Er war ein bekannter und beliebter Lehrer in der Stadt. Er war auch Kommandant der katholischen Pfadfindergruppe. 1938 eröffnete er das örtliche Freibad „Strand“ im Norden der Stadt, zwischen den beiden Armen der Nitra. Nach der Gründungsversammlung der Csemadok in Bratislava wurde er im Alter von 62 Jahren am 20. März 1949 Präsident der ersten Organisation des Landes. Er starb am 7. März 1957 und ist auf dem St.-Josephs-Friedhof in Érsekújvár begraben. Anlässlich seines 100. Geburtstags verlieh ihm die Stadt den Pro-Urbe-Preis. Seit 1998 trägt das Bad seinen Namen.