Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Nicht nur wurde 2010 in Ipolyság eine neue Statue des Heiligen Johannes Nepomuk eingeweiht, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte erwachte zu neuem Leben. Über 150 Jahre lang prägte das Kunstwerk, das den Fluss Ipoly bewachte, das Bild der Siedlung. Die barocke Statue wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Ipolyság aufgestellt; über ihren genauen Ursprung ist nichts bekannt. Während des Zweiten Weltkriegs sprengten die sich zurückziehenden deutschen und alliierten Truppen die Brücke samt Statue, um die Sowjetarmee aufzuhalten. Nur zeitgenössische Postkarten und ein Ölgemälde von Lajos Kubinyi aus dem 19. Jahrhundert bewahren die Erinnerung an die Brücke und die Statue des Schutzpatrons. Einst stand die Statue auf dem breiten Steingeländer der Brücke, doch da es auf der heutigen Brücke keinen geeigneten Platz dafür gibt, wurde der Schutzpatron am rechten Flussufer, gegenüber von Pereszlény, aufgestellt. Initiator des Denkmals war Béla Tóth, der, obwohl er seit Jahrzehnten in Komárom lebt, stets ein Lokalpatriot geblieben ist. Siebzehn der neunundzwanzig Spender wohnen nicht mehr in Ipolyság, hielten das Projekt aber für wichtig. Die Gesamtkosten von 2.548 Euro für das Denkmal wurden innerhalb von vier Monaten gesammelt. Der kleinste Betrag betrug 10 Euro, der größte 500 Euro, gespendet von Béla Tóth persönlich. Auch die Stadtverwaltung und Vertreter der MKP beteiligten sich an den Kosten, und die städtische Grünflächenpflege übernahm die Landschaftsgestaltung kostenlos. Das Denkmal selbst kostete 2.490 Euro, die Nebenkosten beliefen sich auf 700 Euro, die größtenteils von der Stiftung „Stadtsiegel Ipolyság“ getragen wurden, welche die organisatorischen Aufgaben übernahm. Das 170 Zentimeter hohe Kunstwerk aus Kunststein stammt von Gyula Mag, einem Bildhauer aus Dunaszerdahely, und ist der 2009 in Bratislava restaurierten Statue des Heiligen Johannes Nepomuk nachempfunden. Béla Tóth erzählte, er sei vor 53 Jahren aus Ipolyság weggezogen. Als er 1953 an der neu gebauten Brücke arbeitete, fand er im damals ausgetrockneten Flussbett mehrere Teile des gesprengten Kunstwerks. Seitdem plagte ihn das schlechte Gewissen, die Überreste nicht geborgen zu haben. Er wollte Wiedergutmachung leisten. Dank der Unterstützung der Einwohner von Ipolyság gelang ihm dies nach 57 Jahren endlich.