St. Wendel-Kirche, Keszegfalva

St. Wendel-Kirche, Keszegfalva

Gebäude, Struktur

Die kirchliche Geschichte des Dorfes lässt sich bis ins Jahr 1763 zurückverfolgen. Der älteste lateinische Eintrag, verfasst vom damaligen Pfarrer György Laczkovics, stammt aus diesem Jahr. Die Aufzeichnungen belegen auch, dass die erste Kirche in Keszegfalva 1756 erbaut und der erste Pfarrer 1763 hierher entsandt wurde. Zwischen 1756 und 1763 wurde die Pfarrei vermutlich von Franziskanermönchen aus Komárom betreut. Dies lässt sich auch daraus schließen, dass der erste lateinische Eintrag die Anwesenheit eines Franziskanermönchs (Pfarrer Ferenc Szaliczky) bei der Weihe der ersten Kirche belegt. Somit kam der erste ständige Pfarrer 1763 hierher. Die erste Kirche und die Pfarrei lagen am Ufer der Waag, deutlich tiefer als heute. In der ersten Kirche zeigte der Hauptaltar die Heilige Dreifaltigkeit und den Heiligen Vendel. Die erste Kirche musste jedoch um 1826/27 aufgrund des Flusswassers abgerissen und an ihrer Stelle eine neue errichtet werden. Die zweite Kirche wurde am 15. Dezember 1828 geweiht. Auch dieses Pfarrhaus wurde durch das Wasser der Váh beschädigt und musste daher 1833 abgerissen werden. Von da an wohnte der Pfarrer in einem Mietshaus, bis das heutige Pfarrgebäude 1846/47 in den Besitz der Kirche überging und zum Pfarrhaus wurde. Am 24. Februar 1867 stürzte die Kirchenkonstruktion samt sechs Balken über dem Chor ein und begrub die Orgel und den gesamten Chor unter sich. Nach dem Vorfall gab es in Keszegfalva drei Jahre lang keine Kirche, bis am 24. Mai 1869 der Bau der neuen Kirche begann. Sie wurde am 16. Juli 1870 fertiggestellt und wenige Tage später, am 24. Juli, vom Bezirksdiakon Alajos Miklosovich, Pfarrer von Gúta, geweiht. Anschließend wurden fortlaufend weitere Ausstattungsgegenstände für die Kirche angefertigt, darunter die Orgel und später die Kirchenbänke. Aus historischer Sicht dürfte es für die Einheimischen besonders erfreulich sein, dass am 10. August 1879 die Statue der Jungfrau von Lourdes von Gyula Meszlényi, dem damaligen Pfarrer von Komárom und späteren Bischof von Szatmár, geweiht wurde. Die Kirche wurde danach mehrmals je nach Bedarf instand gesetzt. Das Bildnis auf dem Hauptaltar der Kirche zeigte neben dem Heiligen Vendel auch die Heilige Dreifaltigkeit und den Heiligen Johannes. Im Jahr 1897 ließ der damalige Pfarrer Aladár Schuster einen neuen Altar anfertigen, der vom Budapester Maler Mihály Szobonya gemalt wurde. Der Altar wurde am 23. Mai 1897 geweiht. Er zeigt den heiligen Wendel, der in einen Mantel gehüllt ist und Sandalen trägt. An seiner Seite hängen eine Tasche und eine Flasche, und an seinem Gürtel ist ein Rosenkranz zu sehen. Seine Hände sind vor der Brust gefaltet, in der er seinen Hirtenstab hält. Kühe und Lämmer sind um ihn herum dargestellt.

Inventarnummer:

2492

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Keszegfalva   (Keszegfalva 164. - Kameničná 164.)