Kapelle des Heiligen Wendel oder Kapelle der Königin des Rosenkranzes
Gebäude, Struktur
Entlang der Hauptstraße, heute zwischen Gebäuden eingezwängt, steht die Rosenkranzkönigin-Kapelle. Sie wurde vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und besitzt zwei rechteckige, leicht halbrunde Fenster sowie einen pyramidenförmigen Glockenturm, der von zwei Strebepfeilern umgeben ist. Unter dem kleinen Glockenturm befindet sich ein Spitzbogenfenster, darunter ein Tympanon. In der Mitte des hölzernen Altars der Kapelle, der mit Säulen verziert ist, steht das Bild der Rosenkranzkönigin, neben ihr zwei kniende Engel und davor ein kleines, gerahmtes Bild des Herzens Jesu und des Herzens Mariens. Dieser Text ist auf der schwarzen Marmortafel an der Innenwand der Kapelle zu lesen: „Die Marienkapelle wurde 1997 von der Stadtverwaltung renoviert. Mutter Gottes, beschütze uns.“) … An dieser Stelle sei angemerkt, dass dieser heilige Ort als Heilige Vendel-Kapelle bezeichnet wurde und auch in Mikszáths Literatur so genannt wird. Der Schriftsteller selbst schrieb viel über den Heiligen Vendel. In seiner Kurzgeschichte „Der Heilige Vendel“ … Zum Beispiel können wir in Olejs Buch „Schwarzer Fleck“ lesen, dass die Wand seines Hauses mit dem Bild des „Himmlischen Tors der Hirten, des Heiligen Vendel“ verziert war. Er schrieb dann über die Statue des Heiligen Vendel, die in der Nähe des sauren Brunnens errichtet worden war, und über die Vendel-Kapelle. Wir können darüber in dem Werk „Die Streiche des Kálmán Krúdy“ und in der Kurzgeschichte „Wohin ging Magda Gál?“ lesen. In letzterer heißt es beispielsweise: „Sie hatten nicht einmal mehr Mitleid mit der Wiese, sie halfen auch dem Heiligen Wendelin, indem sie darauf meißelten: ‚Nachdem sie sie auf Kosten dieses Heiligen Bodok erbauen ließen, obwohl ich mich nun mit einer Kapelle und allem anderen an der Grenze zu Majornok befinde, werde ich mich dennoch um die Grenze zu Bodok kümmern‘, aber der Brunnen, das heißt, die neu entstandene Forderung, verursachte große Furcht im Dorf.“ Wie dem auch sei, der Heilige Wendelin wurde in dieser Region ebenfalls stark verehrt.