St. Michael's Kapelle
Gebäude, Struktur
Das südlich der Kathedrale gelegene Gebäude war einst eine Friedhofskapelle. Sein Unterbau, die heutige Krypta, entstand Ende des 13. Jahrhunderts, der Oberbau zwischen 1360 und 1380. Ende des 15. Jahrhunderts wurde auf Initiative des in Košice geborenen György Szahtmáry ein neues Hauptschiff an der Nordseite und eine Seitenkapelle an der Südwestseite errichtet. Das Gebäude, das im 19. Jahrhundert mehrfach renoviert wurde, erhielt seine heutige Gestalt während des Umbaus von 1902 bis 1904 unter der Leitung des Budapester Architekten Frigyes Schulek. Die entsprechende Inschrift in ungarischer Sprache befindet sich über dem Eingang zur Sakristei. Die triumphbogenartige Fassade mit dem giebelgedeckten Turm ist architekturhistorisch nahezu einzigartig. Laut der Beschreibung in der Ungarischen Katholischen Enzyklopädie handelt es sich um eine einschiffige Halle mit zwei Kreuzgewölben und einem sechskuppeligen Abschnitt im Sanktuarium, der an drei Seiten des Achtecks abschließt. Das Portal (mit seinen Statuen) und die dreifache Sitznische an der Südwand des Sanktuariums weisen Ähnlichkeiten mit der St.-Jakobs-Kirche in Levoča auf. An der Westfassade ruht der zentrale Turm auf einem mächtigen Spitzbogenband. Der reich verzierte Spitzbogeneingang ist mit einem steilen, dreieckigen, blattförmigen Giebel und den ihn umgebenden, betonten jungen Türmen geschmückt. Im Giebelfeld befindet sich ein Relief des Erzengels Michael mit drei reich verzierten Rosetten. Mittelalterliche Grabsteine wurden in die Außenwände eingelassen.