St. Martinskirche

St. Martinskirche

Gebäude, Struktur

Die römisch-katholische St.-Martins-Kirche wurde 1824 im klassizistischen Stil erbaut. Ihr polygonaler Altarraum mit flacher Decke ist daher deutlich größer als die Altarräume der umliegenden Kirchen. Diese außergewöhnliche Größe verweist auf die ursprüngliche, mittelalterliche Funktion der Kirche. Im Zuge der jüngsten Renovierungsarbeiten hat sich dieser Raum jedoch stark verändert. Der ursprüngliche Altar ist verschwunden, ebenso die Statuen des Herzens Jesu und des Herzens Mariens sowie die beiden knienden Engel. Das große (2 m x 3 m) Altarbild der Kirche zeigt den Schutzpatron, den heiligen Martin. Martin sitzt in Militäruniform auf einem weißen Pferd und reißt mit seinem Schwert seinen Mantel auf, um die eine Hälfte dem nackten Bettler neben ihm zu geben. Im oberen Teil des Ölgemäldes ist Martin als Bischof in den Wolken des Himmels dargestellt. In den frühen 1930er Jahren bemalte der bekannte Kirchenmaler Gyula Ádám aus Rozsnyó die Kőkeszii-Kirche sowie die Nagycsalomja-Kirche. Die Decke des Altarraums wurde mit einem Fresko des Letzten Abendmahls und der Inschrift „O Jesus, in der Allerheiligsten Eucharistie, erbarme dich unser!“ verziert. … Das kunstvolle Wappen des Lammes Gottes aus Zinn wurde 1933 am Triumphbogen über dem Altarraum angebracht. Bei der Neugestaltung 1998 wurde ein allegorischer Pelikan mit der Inschrift „Der Pelikan gibt sein Leben für die Seinen“ hinzugefügt. … Die Decke des Kirchenschiffs ist mit dem Fresko „Jesus mit den Kindern“ geschmückt, das ebenfalls von Gyula Ádám zusammen mit den Darstellungen der vier Evangelisten geschaffen wurde. Über dem Südportal befand sich einst ein Wandgemälde mit dem Titel „Jesus auf dem Ölberg“. Der südliche Haupteingang ist im romanischen Stil gehalten, doch 1993 wurde davor ein kleines Vestibül errichtet. Die Bänke stammen aus dem Jahr 1992 und wurden von dem Tischlermeister Imre Tóth aus Sirak gefertigt. Auch die Kanzel, der Tabernakel, der Beichtstuhl, die Lourdes-Grotte und das Heilige Grab sind seine Werke. Die Bilder am Bahnhof wurden 1993 von einzelnen Familien des Dorfes angefertigt. … Die Kirche besitzt außerdem einen Lourdes-Seitenaltar, eine Lourdes-Grotte und eine Statue der Jungfrau Maria von Lourdes. Diese zeigen die Jungfrau Maria in der üblichen Weise und mit den üblichen Accessoires. … Der Glockenturm war einst ein separates Gebäude. Er fügt sich asymmetrisch in das Kirchenschiff ein. Seine Turmfenster sind schießenlochartige, sich nach innen weitende Formationen. Das südliche Portal ist ein jüngerer Bau, errichtet im altgotischen Stil aus behauenen Steinen.

Inventarnummer:

2711

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Kőkeszi   (A főút mentén, a falu központjában a dombon áll.)