St.-Ladislaus-Kirche in Szeten

St.-Ladislaus-Kirche in Szeten

Gebäude, Struktur

Das ungarische Dorf, dessen Ursprünge in der Árpád-Zeit liegen, besaß vor 1332 eine Pfarrkirche, die vermutlich in der frühen Neuzeit zerstört wurde. Manche vermuten ihren Standort auf dem heutigen Friedhofshügel, in der Nähe des Bestattungsinstituts, wo Trümmer unter der Erde gefunden wurden. Anderen Ansichten zufolge befanden sich die mittelalterliche und die moderne Kirche am selben Ort. Auch der Standort der steinernen, mit Schindeln gedeckten Rundkirche von Szete, die im Kirchenvisitationsbericht von 1697 erwähnt wird, ist unklar. (Einigen Meinungen zufolge könnte es sich dabei um dasselbe Kirchenschiff wie die heutige Kirche handeln, doch endgültige Gewissheit lässt sich erst nach eingehender Forschung erlangen.) Die heutige Kirche wurde 1737 im Barockstil zu Ehren des heiligen Königs Ladislaus erbaut. Das einschiffige, in Nordwest-Südost-Richtung ausgerichtete Gebäude mit Satteldach, das heute mit Metallblech gedeckt ist, besitzt im Nordwesten ein halbrundes Kirchenschiff, während sich der barocke Helmturm an der südöstlichen Straßenfassade befindet. Das Kirchenschiff besitzt ein preußisches Gewölbe, der Altarraum hingegen ein Kreuzgewölbe. Die Ausstattung stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Hochaltar wurde zwischen 1909 und 1923 von dem Selmecbánya-Meister József Krausze geschaffen. Das darin befindliche große Ölgemälde, das den Heiligen Ladislaus darstellt, ist ein originales Barockwerk. An verschiedenen Stellen in der Kirche sowie an den bemalten Fenstern des Altarraums finden sich Darstellungen zahlreicher ungarischer Heiliger. Die Kirche wurde Ende der 1990er Jahre in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung umfassend renoviert. Dabei wurden die Holzstatuen, die zuvor in zwei dekorativen Nischen an der Straßenfassade standen und die beiden Schwestern der Heiligen Elisabeth aus dem Geschlecht der Árpáden, die Selige Kinga und Jolán, darstellten, ins Kircheninnere verlegt. (An ihrer Stelle befinden sich heute die neueren Statuen des Heiligen Andreas und des Heiligen Benedikt in den Nischen an der Fassade.) Die Beschreibung basiert auf der Arbeit von Károly Csáky: Szakrális emlékeink nyóbán I., (Dunaszerdahely, 2008.).

Inventarnummer:

2633

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Szete   (Szete 130. - Kubáňovo 130.)