Kirche St. Egidius in Poprad

Kirche St. Egidius in Poprad

Gebäude, Struktur

Die Siedlung Poprad wurde in der Árpádenzeit am Ufer des Flusses Poprad gegründet. Im Mittelalter zählte sie nicht zu den bedeutendsten Siedlungen der Zips, sondern gewann erst ab dem Ende des 18. Jahrhunderts an Bedeutung, indem sie später ehemals bedeutende Städte wie Szépesszombathely oder Felka eingliederte. Die Pfarrkirche des Schutzpatrons der Goldschmiede, des Heiligen Egyed, wurde um 1280 im frühgotischen Stil auf dem Marktplatz der Siedlung errichtet. Das quadratische Kirchenschiff besitzt einen geraden Abschluss. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Langhaus durch den Einbau einer Mittelsäule zu einem zweischiffigen Bauwerk umgebaut und mit einem gotischen Kreuzgewölbe versehen. Eine frühgotische Rosette mit Relief ist in der Wand des Kirchenschiffs erhalten, ebenso wie ein geschnitztes Portal an der Südseite des Langhauses und ein in Stein gehauener Altarraum im Inneren. Die herausragendsten Schätze der Kirche sind die Wandmalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert, deren wissenschaftliche Ausgrabung und Restaurierung zwischen 1992 und 1994 unter der Leitung von Zoltán Székely durchgeführt wurde. An der Ostseite des Altarraums befinden sich Fresken, die in drei Reihen das Martyrium der Apostel darstellen. An der Nordwand des Altarraums sind Bilder der Weihnachtsfeier zu sehen, von denen die Szene des Kindsmordes in Bethlehem die interessanteste ist. In einer der Nischen des Kreuzgewölbes des Altarraums ist das Antlitz Jesu auf dem Grabtuch zu erkennen. Über dem Triumphbogen verewigte der Maler im Kirchenschiff die monumentale Vision des Jüngsten Gerichts. An der Nordwand des Kirchenschiffs entstanden in mehreren Schaffensperioden Fresken, die die Geschichte von Jesu Leiden und den Kampf des Heiligen Georg mit dem Drachen darstellen. Südlich der Kirche befindet sich ein Glockenturm im Renaissancestil mit partisanischer Gestaltung, der 1658 erbaut wurde.

Inventarnummer:

3937

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Poprád   (Fő tér, ma Szent Egyed tér 46. - Námestie svätého Egídia 46.)