Schloss Zichy-Kálnoky

Schloss Zichy-Kálnoky

Sonstige - andere

Die Grundsteine des Renaissanceschlosses wurden vermutlich um 1630 von Pál Zichy gelegt, der Bau jedoch erst 1659 unter Graf István Zichy I. vollendet, nachdem dieser vom König die Erlaubnis zum Bau einer Burg in Csicsó erhalten hatte. Die Burg wurde als Festung mit einer Burgmauer und vier quadratischen Eckbastionen errichtet, die einen regelmäßigen, quadratischen Zierhof umschlossen. An drei Seiten der Burgmauern säumten Wirtschaftsgebäude die Anlage. In der Mitte des Hofes stand ein zweistöckiges Palastgebäude mit einem vierstöckigen Wachturm und einem achteckigen Eckturm mit Zwiebeldach – diese waren durch einen Arkadengang miteinander verbunden. Im Erdgeschoss befanden sich Lagerräume, im ersten Stock Wohnräume. 1764 wurde die Burg durch eine Überschwemmung und später durch einen Brand beschädigt. 1776 wurde das Gebäude so umgebaut, dass der innere Palast und der südliche Teil der Burgmauer abgerissen wurden und so der Zierhof entstand. Über dem westlichen Teil der ehemaligen Festung und den Wirtschaftsgebäuden, in denen sich die Wohnräume der Herren befanden, wurde ein Stockwerk errichtet. Auch die beiden anderen Erdgeschossflügel des Schlosses wurden umgebaut, und alle Fassaden des Gebäudes wurden einheitlich im spätbarocken Stil gestaltet. István V. Zichy (1754–1841), der Begründer des Csicsó-Zweigs der Familie, beschloss, sich hier niederzulassen. Er gestaltete das Gebäude zu Beginn des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil um. Mit seinem Sohn, István VII. Zichy, erlosch dieser Familienzweig, und seine Tochter Teréz heiratete Graf Waldstein János Wartenberg (1809–1876), den wohl bekanntesten Bewohner des Schlosses. Das Schloss und der umliegende Park prägen das Bild des Dorfes.

Inventarnummer:

13810

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Csicsó