Schloss Szarvassy in Karván

Schloss Szarvassy in Karván

Gebautes Erbe

1890 erwarb Sándor Szarvassy das Anwesen mit Schloss am Donauufer und ließ es 1894 im romantischen Stil renovieren und umbauen. Neben dem Schloss erstreckte sich ein weitläufiger Park. Nach seinem Tod ging das Schloss bis 1942 in den Besitz seines Sohnes Imre Szarvassy über. Seit 1959 beherbergt das renovierte und erweiterte Gebäude die landwirtschaftliche Berufsschule. Ursprünglich war es ein L-förmiges, ebenerdiges Gebäude. An der Ostseite des Hauptflügels befand sich ein zweistöckiger Wasserturm mit einer Balustrade im Puppenstil. Das Hoftor und die westliche Eingangsfassade wiesen eine ähnliche Gestaltung auf. Die neunachsige Hauptfassade war durch rechteckige Fenster in einem steinernen Fensterrahmen mit einem Bogengesims gegliedert. Der dreiachsige Mittelteil besaß Fenster mit Halbkreisbögen und schloss in einem geraden Giebel ab. Die Gebäudeecken wurden durch ein Walmdach betont. Im Zuge des letzten Umbaus und des Aufstockens um ein Stockwerk sowie späterer Anbauten verlor das Gebäude seine ursprüngliche Form vollständig. Im erhaltenen Teil des ursprünglichen Parks sind noch die Statue der Bäuerin, ein Werk von Szarvassys Schwägerin, die steinerne Einfassung des ehemaligen Brunnens mit einem Relief der vier Jahreszeiten und Teile der ehemaligen Pergola zu sehen. Neben dem Schloss befindet sich ein ähnliches Gebäude, in dem die Wohnungen des Viehverwalters und des Personals untergebracht sind. Im zweistöckigen Risalit befanden sich die Beobachtungs- und Messinstrumente von Imre Szarvassys meteorologischer Station. Im Schlosshof ist noch ein Teil des ursprünglichen schmiedeeisernen Zauns mit dem Tor erhalten.

Inventarnummer:

13881

Sammlung:

Werte-Repository

Typ:

Gebautes Erbe

Gemeinde:

Karva