Schloss Csáky

Schloss Csáky

Gebäude, Struktur

Graf Jenő Csáky ließ sein neues Schloss in Főréven, in unmittelbarer Nähe von Bratislava, errichten, höchstwahrscheinlich unter Nutzung des alten Herrenhauses der Familie. Die Pläne wurden nach fast dreijähriger Arbeit von dem Bratislavaer Architekten und Bauunternehmer Ferdinánd Kittler entworfen, und die Firma Kittler & Gratzl führte den Bau von 1899 bis 1902 durch. Sämtliche Details der Innenausstattung, einschließlich Stuck, Holz- und Schmiedeeisenelemente, wurden von Kittler & Gratzl entworfen. Die Treppengeländer und Fenstergitter fertigte der Schlosser János Horárik, die Stuckverzierungen der Dekorationsbildhauer Adolf Messmer. Der Bratislavaer Architekt wollte die seltene Gelegenheit offensichtlich optimal nutzen und strebte danach, ein besonders prunkvolles und groß angelegtes Schloss zu schaffen. Das L-förmige, eingeschossige Gebäude mit seinen unruhigen Massen, den steil abfallenden, abwechselnden Giebeln und Dachformen sowie den zahlreichen Türmen – der Turm an der Außenecke ragt 40 Meter in die Höhe – wirkt jedoch eher unruhig als monumental. Seine Architektur bewegt sich im Grenzbereich zwischen Späthistorismus und Jugendstil. An der Rückseite schließt sich ein zweigeschossiger Wintergarten an. Eine zeitgenössische deutschsprachige Zeitung aus Bratislava berichtete über die etwas verwirrend angeordneten, reich mit Holzvertäfelungen und Stuck ausgestatteten Innenräume sowie die moderne technische Ausstattung des Schlosses. Neben dem Schloss wurden außerdem ein großer Stall und ein Kutschenhaus errichtet, in deren Obergeschoss die Stallknechte und Kutscher wohnten. Weiter entfernt, nahe dem künstlich angelegten Garten, befanden sich zwei Gewächshäuser. Der gesamte Gebäudekomplex war von einem großen Park umgeben. 1916 wurden Teile des zum Schloss gehörenden französischen Gartens verkauft. Heute ist von der ursprünglichen Landschaftsgestaltung nichts mehr erhalten. 1933 erwarben die Nonnen des Franziskanerordens von Assisi einen kleinen Teil des Gartens, gründeten ein Kloster im Schloss und bauten die Reitschule zu einem Krankenhaus um. 1954 wurde das Schloss verstaatlicht und 1956 in ein Pflegeheim umgewandelt. 1989 gab der Staat es an die Kirche zurück, und es wurde zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Das Gebäude wurde zuletzt zwischen 2003 und 2006 renoviert.

Inventarnummer:

2477

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Pozsony - Főrév   (Szép utca 2339/22. Főrév - Krásna ulica 2339/22. Prievoz)