Charles Scherz-Gedenktafel
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Er absolvierte sein Gymnasium und sein Philosophiestudium in Bratislava und sein Theologiestudium in Győr. Am 31. Januar 1830 wurde er zum Priester geweiht. Dreizehn Jahre lang war er Kaplan, anschließend vier Jahre lang Administrator im Lazarett in Bratislava. 1849 wurde er Kaplan im Stadtzentrum und 1855 in Zuckermandli (Váralja). Über sechzig Jahre lang wirkte er als vorbildlicher Seelsorger. Pater Scherz wurde von seinen Anhängern bis zur Verehrung geliebt, denn während seines gesamten Wirkens war er als wahrer Hirte ein wahrer Vater für sie, insbesondere für die Armen, ihr Helfer in allen Nöten, ihr Beschützer in der Gefahr und ihr aufopferungsvoller Unterstützer in ihrem Elend. Nach seinem tragischen Tod (am 18. September 1888 wurde er in der Krankenhausstraße von einem Karren erfasst und erlag am nächsten Tag seinen Verletzungen) begleiteten ihn über 20.000 Menschen auf seinem letzten Weg. 1908, zum 20. Todestag, wurde eine Gedenktafel an der Kirchenmauer angebracht. Die Inschrift lautete: „Zum Gedenken an Károly Vaszójai Sherz, den unvergesslichen und verdienstvollen Pfarrer von Terézváros, errichtet von den Einwohnern der königlichen Stadt Bratislava im Jahr 1908“. Pfarrer Scherz war auch als großer Tierfreund bekannt, der es nicht ertragen konnte, Tiere gequält zu sehen. Er sorgte auf eigene Kosten dafür, dass der Hundehirte die Hunde nicht mehr mit barbarischen Drahtschlingen, sondern mit mit Leder und Gummi überzogenen Vorrichtungen anbindete. Der kleine Platz neben der Kirche – der heute nicht mehr existiert – trug bis 1957 den Namen Pfarrer Scherz.