St.-Katharinen-Kirche in Szaszpelsőc

St.-Katharinen-Kirche in Szaszpelsőc

Gebäude, Struktur

Das Dorf Szászpelsőc liegt 10 km nordöstlich von Korpona. Es wurde von sächsischen Siedlern bewohnt und bereits 1256 und 1332 urkundlich erwähnt. Ihm wurden Stadtrechte verliehen, doch entwickelte es sich nie zu einer solchen. 1419 bestätigte König Sigismund die Privilegien der Siedlung. Der Bau der der Heiligen Katharina geweihten Dorfkirche datiert aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Pfarrei wird hier 1254 erstmals erwähnt. Aufgrund der zunehmenden türkischen Bedrohung ordnete das Parlament 1578 die Verstärkung der Kirche an, die 1585 erweitert und verstärkt wurde. Die von einer dicken Schutzmauer umgebene Kirche galt als eine der bedeutendsten Befestigungsanlagen der Gegend. Ihr Kirchenbuch wurde ab 1680 geführt. Daraus geht hervor, dass sie 1702 in protestantischer Hand war, 1710 jedoch wieder von Katholiken zur Feier der Messe genutzt wurde. 1826 musste das Turmdach repariert werden, und 1827 wurde der baufällige Altarraum mit eisernen Konsolen verstärkt. Die einschiffige Kirche mit ihrem halbrunden, durch Strebepfeiler verstärkten Altarraum wurde im 18. und 19. Jahrhundert teilweise wiederaufgebaut. Romanische Details finden sich am Turm, am Portal und an einem kürzlich restaurierten Fenster. Die steinernen Rippen des halbrunden Kreuzgewölbes des Altarraums gehen von dekorativen Schultersteinen aus. Eine spitzbogige Tür in der Nordwand des Altarraums führt in die drei Stufen tiefer liegende, tonnengewölbte Sakristei. Die abgerissene, verputzte Wehrmauer der Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist innen 1 Meter dick und etwa 1,5 Meter hoch. An der nördlichen Außenseite ist die ursprüngliche, alte Steinmauer unter dem bröckelnden Putz sichtbar. An der Nordwest-, Nordwest- und Ostseite der Umfassungsmauer sind deutliche Spuren des ehemaligen Wehrgrabens erkennbar. Dieser ist heute, im Vergleich zum aktuellen Geländeniveau, 6–8 m breit und 2–3 m tief. Die Gräben an der Südost-, Süd- und Südwestseite der Umfassungsmauer wurden verfüllt, doch deuten an der Südostseite noch schwache Spuren darauf hin. Außerhalb der Festungsmauer, an der Nord- und Ostseite, befindet sich ein halbkreisförmiges Plateau von ca. 5 m × 3 m, auf dem vermutlich einst eine aus Balken errichtete Erdbastion stand.

Inventarnummer:

2614

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Szászpelsőc   (Szászpelsőc - Sása)