St.-Andreas-Basilika

St.-Andreas-Basilika

Gebäude, Struktur

Die St.-Andreas-Basilika in Komárom ist die bedeutendste Kirche der Stadt und eines ihrer markantesten Gebäude. Sie befindet sich in der Nádor-Straße, gegenüber dem Donaumuseum. Erbaut wurde sie zwischen 1748 und 1756 von den Jesuiten. Beim Erdbeben von 1763 stürzte sie ein, wurde aber in den folgenden Jahren nach den ursprünglichen Plänen wiederaufgebaut. Ihre heutige Form erhielt sie zwischen 1768 und 1771 im Barockstil.

Nach der Auflösung des Jesuitenordens ging sie in den Besitz des Benediktinerordens über. Sie wurde mehrfach durch Brände und Naturkatastrophen beschädigt. Der große Stadtbrand von 1848 zerstörte sie beinahe vollständig. Dank öffentlicher Spenden konnte sie bis 1860 restauriert werden.

Die Türme blieben verkürzt, und das schlanke Dach, das heute noch sichtbar ist, wurde 1896 von Pfarrer Károly Gusztáv Majláth errichtet. Die Kirchenglocken wurden im Ersten Weltkrieg beschlagnahmt. Am 13. Juli 1924 weihte Pfarrer Imre Majer die neuen Glocken, die 90.000 Kronen kosteten. Die 20.000 Kronen für eine Glocke bezahlte er selbst.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche von mehreren Granaten getroffen, das Dach beschädigt und einige der bemalten Fenster zerbrochen. In den 1970er Jahren wurde sie mit staatlicher Unterstützung als denkmalgeschütztes Gebäude renoviert. Die Kirche ist für ihre gute Akustik bekannt, und hier finden regelmäßig Orgelwettbewerbe statt. In einer ihrer Seitenkapellen befindet sich ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg ab 1931 gefallenen Katholiken, geschaffen von Gyula Berecz. Bis zum Zweiten Weltkrieg startete die Sonntagsprozession (in Komárom als „prosecció“ bekannt) an der Kirche. Mitglieder der Zünfte und Industrieverbände der Stadt marschierten mit ihren Fahnen (die ebenfalls in der Kirche aufbewahrt wurden). Bis zum Ersten Weltkrieg nahmen auch die Militärparade und die Schlosskapelle an der Prozession teil. Die Statue des Heiligen Florian und das Stadtwappen sind an der Ostwand der Kirche zu sehen.

2013 wurden die Fassade und einer der Türme der Kirche renoviert.

2018 wurde der Kirche der Rang einer Basilica minor verliehen. Sie verfügt über eine hervorragende Akustik und ihre imposante Orgel, eine der besten der Region, bietet Raum für Konzerte. Die Orgel wurde von Carl Friedrich Ferdinand Buckow, dem preußischen und kaiserlich-königlichen Orgelbauer, geschaffen.

Der Hauptaltar wurde zwischen 1855 und 1860 von Karl Petrus aus Wien gefertigt. Das Altarbild zeigt den Heiligen Andreas.

Unter der Kirche befindet sich eine große, dreistöckige Krypta mit etwa 500 Gräbern. Die meisten davon sind leer und wurden nie benutzt.

Jahreszahl:

1768-1771

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Komárom