Alexander Varga
Sonstige - andere
* Hetény, 6. November 1942 – Archivar, Historiker; ; Er schloss seine Grundschulbildung in seinem Heimatdorf (1955) ab und machte sein Abitur in Komárom (1959). Ab 1959 studierte er zunächst am Pädagogischen Kolleg in Nitra, dann an der Comenius-Universität in Bratislava, wo er 1966 ein Diplom in Geschichte und Archivwissenschaften und 1975 seinen Doktortitel in Geisteswissenschaften erwarb. Von 1968 bis 1970 war er Sekretär der Csemadok KB, anschließend Dozent. Zwischen 1971 und 1989 arbeitete er im Zentralen Staatsarchiv in Bratislava. Von Dezember 1989 bis Juni 1990 war er stellvertretender Ministerpräsident der Slowakischen Republik. Vom 1. Juli 1990 bis 1993 war er erneut Mitarbeiter des Staatlichen Zentralarchivs, ab 1994 Archivar des Tschechischen Nationalarchivs und von 1995 bis 2005 slowakischer Sekretär des Kuratoriums der Illyés-Stiftung. Bereits als Student engagierte er sich aktiv in ungarischen Jugendorganisationen in der Slowakei. 1968 war er einer der Gründer des Ungarischen Jugendverbandes (MISZ). Von 1978 bis 1989 war er Mitglied des Komitees zum Schutz der Rechte der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei. 1991 gründete er das kurzlebige Nationale Dokumentationszentrum. Er ist zudem als Journalist tätig und veröffentlicht seine Artikel hauptsächlich im Vienna Journal. Als Historiker befasste er sich vor allem mit der Technikgeschichte Ungarns im 19. Jahrhundert, den Anfängen der Telefonie in Ungarn und der Geschichte der Entwicklung ungarischer Jugendbewegungen im Hochland. 1993 gab er die Sammlung von Daten, Dokumenten und Studien mit dem Titel „Ungarn in der Slowakei“ heraus. Er lebt derzeit in Bratislava.