Alexander Kotlan

Alexander Kotlan

Sonstige - andere

* Szomolány, 14. Juli 1887 – † Budapest, 22. Dezember 1967 / Tierarzt, Universitätsprofessor, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1951); Er schloss sein Studium an der Veterinärmedizinischen Hochschule Budapest (1911) ab und arbeitete anschließend als Assistenzprofessor am Pathologischen Institut der Hochschule. 1918 wurde er an die Veterinärmedizinische Hochschule Wien berufen, wo er im selben Jahr promovierte. 1921 wurde er zum Assistenzprofessor an der Veterinärmedizinischen Hochschule ernannt und hielt dort Vorlesungen zu Parasitologie und ab 1923 zu Zoologie. 1924 setzte er seine Studien in den USA fort. 1929 wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor und 1935 zum ordentlichen Professor ernannt. Gleichzeitig leitete er das Parasitologische Institut der Universität. Sein Forschungsgebiet umfasste die gesamte Parasitologie. Er spielte eine bedeutende Rolle im institutionellen Kampf gegen Parasitenerkrankungen. Ihm wird die Beschreibung mehrerer bis dahin unbekannter Parasitenarten zugeschrieben. Er war maßgeblich an der Gründung der Abteilung für Parasitologie am Institut für Tiergesundheitsforschung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften beteiligt. Unter seiner Leitung begann die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Parasitenbefall. Ein wichtiger Meilenstein war der Internationale Parasitologiekongress, der 1948 in Ungarn stattfand. Er wurde zum Ehrenmitglied mehrerer ausländischer Gesellschaften gewählt. Er war einer der Gründer und erster Präsident der Ungarischen Gesellschaft für Parasitologie. Zudem wirkte er an der Redaktion mehrerer in- und ausländischer Fachzeitschriften mit (Veterinärzeitschriften, Magyar Állatorvosok Lapja, Acta Veterinaria Hungarica). Mehr als hundert seiner Publikationen und Bücher wurden veröffentlicht. Sein Werk wurde mit dem Kossuth-Preis (1951), der Theodor-Kitt-Plakette (1962) und der Ferenc-Hutÿra-Gedenkmedaille (1967) gewürdigt. Im Sommer 1977 fand ihm zu Ehren an der Veterinärmedizinischen Universität eine Gedenkveranstaltung statt, die sich später zu einer Tradition entwickelte und seither alle zehn Jahre abgehalten wird. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1946 zum außerordentlichen und 1951 zum ordentlichen Mitglied. Seine Hauptwerke: Infektions- und Parasitenkrankheiten des Geflügels (mit Rezső Manninger), 1931; Nematoden, Bandwürmer und Bandwürmer (in: Brehm – Die Welt der Tiere, Übersetzung und Ergänzung), 1935; Geschichte der ungarischen Veterinärmedizin 1787–1937, 1941; Parasitologie, 1953; Helminthologie, 1960 (auch in deutscher Sprache).

Inventarnummer:

12664

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Melléte