Samuel Revai, Rosenberg
Sonstige - andere
* Sebeskellemes, 13. April 1833 – † Budapest, 13. November 1908. Buchhändler, Verleger, Gründer des Literaturinstituts der Gebrüder Révai. Nach seiner Grundschulzeit arbeitete er ab 1846 als Lehrling in einer Buchbinderei. Seine berufliche Ausbildung setzte er in Pest, Nagyszombat und Wien fort. In dieser Zeit eignete er sich umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen an und lernte autodidaktisch mehrere Fremdsprachen. 1856 ließ er sich als Buchbinder in Prešov nieder. 1859 kaufte er die größte örtliche Buchhandlung, die 1834 von József Benczúr gegründet worden war. Anschließend heiratete er, nahm seinen verwaisten jüngeren Bruder Leó Révai bei sich auf und finanzierte dessen Auslandsstudium. 1869 verlegte er seine Buchhandlung nach Pest, erweiterte sie 1880 um einen Verlag und wandelte das Unternehmen 1895 zusammen mit seinem jüngeren Bruder Leo in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen „Literarisches Institut der Gebrüder Révai“ um. Bald darauf übernahmen seine Söhne János Mór Révai und Ödön Révai die Firma und führten sie zu nationalem Ruhm. Ihm wird die Etablierung des ungarischen Fachbuchhandels und die Gründung des Nationalen Verbandes Ungarischer Buchhändler zugeschrieben. Eines der größten Projekte des Unternehmens war die Herausgabe von 22 Bänden der „Großen Enzyklopädie Révais“. Seine Hauptwerke: „Über die nationale Literatur und den ungarischen Buchhandel“ (1887) und „Die Bedingungen der Sozialfürsorge“ (1901).