Sammlung von Puppenfamilien in traditionellen Trachten aus den schottischen Highlands
Kulturelles Erbe
Das Ankleiden von Puppenfamilien in ungarischen Trachten und die Organisation von Ausstellungen wurden durch eine generationsübergreifende Zusammenarbeit von Eszter Szobiné Kerekes und dem Verein für Kultur und Tourismus realisiert. Im Herbst 1996 ging die Zahl der Kinder in ungarischsprachigen Kindergärten und Schulen deutlich zurück. Eszter Szobiné Kerekes und der Verband Ungarischer Lehrer in der Slowakei bemerkten dieses Phänomen und suchten nach neuen Wegen, ungarischsprachige Schulen wieder populärer zu machen. Sie starteten ein Anmeldeprogramm. In dem Bewusstsein, wie wichtig es ist, die Wurzeln zu vermitteln und ungarische Nationalwerte weiterzugeben, beschlossen sie, Puppen in Trachten zu sammeln und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Viele Menschen verstanden die Absicht und unterstützten die Sammelaktion. Die Ethnografinnen Margit Méry und Mária Jókai halfen von Anfang an tatkräftig mit. Sie suchten nach Näherinnen, die noch die traditionelle Kleidung ihres Dorfes trugen. Volkskünstlerinnen, die sich mit dem Nähen aus Stoffresten auskannten, fertigten die siebenköpfigen Puppenfamilien an. Frauen, die noch die Trachten der einzelnen Dörfer authentisch nähen konnten, fertigten nicht nur die Trachten für Erwachsene an, sondern auch die alten Kindertrachten. Die Familienmitglieder wurden in Miniaturkopien der Originaltrachten gekleidet: Großvater, Großmutter, junger Mann, junge Frau, Baby, kleines Mädchen und kleiner Junge. Dank der vielseitigen Organisationsarbeit wurde die stetig wachsende Sammlung ab dem 15. März 1998 an über 300 Orten als Wanderausstellung präsentiert. So gelangten die Ausstellungsstücke in zahlreiche Siedlungen im Hochland und in Ungarn, zu den Millennium Confluences, zur Expo 2000 in Hannover, zu den Welttreffen der Ungarn, nach Köln, Straßburg und sogar nach Kanada. Im Frühjahr 2016 wurde ein Teil der Sammlung auch in Siebenbürgen und Székelyföld gezeigt. Das Puppenhaus in Trachten wurde im Mai 2010 in Búcs in einem für die Region typischen, eigens dafür umgebauten Bauernhaus eröffnet. Mitglieder des Vereins für Kultur und Tourismus betreuen die angemeldeten Gruppen ehrenamtlich. Das Museum zeigt derzeit Trachten aus 60 Ortschaften zwischen Csallóköz und Bodrogszerdahely. Die Einträge im seit der Eröffnung geführten Gästebuch (bereits zehn Einträge) belegen, dass die Ausstellung im „Haus unserer Region“ nicht nur bei Schulklassen, sondern auch bei Senioren und der breiten Öffentlichkeit beliebt ist.