Salvator Apotheke

Salvator Apotheke

Gebäude, Struktur

Die Salvator-Apotheke in Bratislava wurde im 17. Jahrhundert von Fürstprimas György Lippay, Erzbischof von Esztergom, gegründet und von den Jesuiten Bratislavas betrieben. Später zog sie mehrmals innerhalb der Stadt um und war unter verschiedenen Besitzern an verschiedenen Standorten tätig. Das heutige, fünfstöckige Gebäude der Apotheke in der Nähe des Doms wurde 1894 nach den Plänen von Rudolf Adler im Stil der Neorenaissance erbaut. Im Zentrum der mit Stuck verzierten Fassade befindet sich im Erdgeschoss eine lebensgroße Statue von Jesus Christus, ein Werk des bekannten, in Bratislava geborenen Bildhauers Alajos Rigele. Über der Apotheke im Erdgeschoss wurden in vier Stockwerken insgesamt zehn Wohnungen eingerichtet. Das Besondere an der Fassade ist die dreisprachige Inschrift – ungarisch, deutsch und slowakisch –, die in Bratislava heute praktisch beispiellos ist und an die Dreisprachigkeit der Stadt vor den Tragödien von 1918 und 1945 erinnert. Die Apotheke besaß eine berühmte, vollständig erhaltene barocke Apothekeneinrichtung aus dem Jahr 1727. Im Zuge der Privatisierung des Gebäudes gelangte diese unter abenteuerlichen Umständen in den Besitz eines Sammlers und befindet sich daher heute nicht mehr in Bratislava. Die Apotheke wurde 1950 verstaatlicht, durfte aber bis zu ihrer Schließung 1996 weitergeführt werden. Danach fanden und finden im Umfeld des prächtigen Apothekengebäudes an einem stark frequentierten Ort zahlreiche, kaum nachvollziehbare Transaktionen statt, die im Verdacht stehen, auf Immobilienspekulation zurückzuführen zu sein. Infolgedessen steht das Erdgeschoss des Hauses leer und verfällt.

Inschrift/Symbol:

Salvator Apotheke

Inventarnummer:

1372

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Pozsony   (Urak utcája 35. - Panská 35.)