Ruinen des Benediktiner-Zweigklosters Pográny

Ruinen des Benediktiner-Zweigklosters Pográny

Sonstige - andere

Über das Kloster Pográny, das im Mittelalter aufhörte zu existieren, ist nur sehr wenig bekannt. Es gehörte zur Abtei Garamszentbenedek und war laut der Monasteriologia Regni Hungariae der Jungfrau Maria geweiht. Nach der Millennium County Monograph und anderen kleineren Quellen könnte dort eine Schule angesiedelt gewesen sein. E. Gerendás datiert die Gründung des Klosters auf das 11. Jahrhundert. Laut Tivadar Ortvay war das Kloster im 13. Jahrhundert noch nicht unabhängig, Otmár Gergelyi hingegen könnte es ein Jahrhundert später unabhängig geworden sein. Auch die ungarische Zeitschrift Zion befasste sich 1865 mit der Institution. Ágost Balogh weist darauf hin, dass einige Quellen es fälschlicherweise dem Bistum Veszprém zuordneten, und erwähnt zudem den erhaltenen Titel des Abtes von Pográny. Der letzte uns bekannte Abt von Pográny war der Kanoniker von Eger im Jahr 1930 („abbas de Pográn“). Ágost Balogh besuchte den Kirchgarten und entdeckte die mutmaßlichen Fundamente des Klosters. Diese wurden seither stark beschädigt, doch sind stellenweise noch Spuren erkennbar (sie wurden vor einigen Jahren im Zuge von Landschaftsbauarbeiten teilweise mit Erde bedeckt). Archäologische Ausgrabungen fanden nie statt. Skizzen alter Grundrisse befinden sich im Archiv der örtlichen Pfarrei und wurden erstmals 1995 von Sándor Fehér veröffentlicht. Die Straße Apáti neben dem Kirchgarten könnte ebenfalls auf das Kloster hinweisen, wir ziehen es jedoch vor, sie mit dem Gelände des Klosters Garamszentbenedek in Verbindung zu bringen (an anderer Stelle schlagen wir außerdem vor, die traditionelle Dorfstruktur in das örtliche Archiv aufzunehmen). Die mündliche Überlieferung des Benediktinerklosters ist im Dorf bis heute lebendig.

Inventarnummer:

13692

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Pográny