Ruhestätte von Sámuel Genersich
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Sámuel Genersich (1768–1844) – Arzt, Botaniker. Geboren am 15. Februar 1768 in Késmárk als Sohn des Kaufmanns Keresztély Genersich und Zsuzsanna Rojkó. Wie seine beiden älteren Brüder, die später ebenfalls wissenschaftliche Laufbahnen einschlugen, absolvierte er zunächst das Evangelische Lyzeum in Késmárk und studierte anschließend in Wien. Dort erwarb er 1791 seinen Doktortitel in Medizin. Er begann seine ärztliche Tätigkeit in seiner Heimatstadt und zog später nach Levoca. Er heiratete Johanna Fabriczy; das Paar hatte fünf Kinder. Schon in jungen Jahren interessierte er sich für Botanik und besaß eine umfangreiche Pflanzensammlung. Der Provinzialrat rief Botaniker dazu auf, in ihrer Region vorkommende Pflanzen zu sammeln und mit Angabe des genauen Fundorts nach Buda zu schicken. Die mehrjährige Sammeltätigkeit bildete die Grundlage für sein Hauptwerk, die „Liste der Spišské-Flora“. In seiner lateinischen Broschüre listete er 950 Pflanzen auf. Wenige Jahre später veröffentlichte er eine achtseitige Ergänzung zu seinem früheren Werk, in der er 588 Pflanzen beschrieb. Er war der Erste in Ungarn, der das System von Linné anwandte. Sein drittes botanisches Werk konnte er nicht vollenden; es blieb als Manuskript erhalten. Er entdeckte mehrere neue Pflanzen, und zwei wurden nach ihm benannt (Draba Genersichii, Centaurea Genersichii). Neben seinen botanischen Arbeiten veröffentlichte er auch ein Werk über Veterinärmedizin, mit dem er zur Eindämmung der damals sehr gefährlichen Rinderpest beitragen wollte. 1806 wurde er zum Ehrenmitglied der Botanischen Gesellschaft Regensburg gewählt, und 1830 erhielt er eine ähnliche Auszeichnung von der Medizinischen Fakultät Pest. Er starb am 2. September 1844 in Levoča. Nach jahrelanger Suche fanden seine Nachkommen das Grab von Sámuel Genersich auf dem Friedhof von Levoča. Der 1871 aus Sandstein gefertigte Grabstein wurde im Frühjahr 2010 in letzter Minute aus dem Boden entfernt. Der Grabstein wurde in einer Restaurierungswerkstatt in Budapest konserviert und anschließend in der Evangelischen Kirche Levoča aufgestellt. Der Grabstein wurde 2010 durch eine Granitkopie des ursprünglichen Grabsteins ersetzt. ; Seine Hauptwerke: ; - Generisches Sámuel: Florae Scepusiensis Elenchus, ihre Enumeratio plantarum im Comitatu Hungariae Scepusiensi, eumque percurrentibus montibus Carpathicis sponte crescentium. Levoča, 1798. ; - Genersich Sámuel: Catalogus plantarum rariorum Scepusii, anno 1801 im Herbst, in usum amicorum suorum conscriptus. Lőcse, 1801. ; - Genersich Sámuel: Belehrung für das Publikum der Königl. Freistadt Leutschau im Hinblick auf die hier sich geäusserten und der in der umliegenden Gegend von allen Seiten sich äussernden Rindviehseuche. Lőcse, 1829.