Mariä-Himmelfahrt-Kirche (römisch-katholisch) und Franziskanerkloster in Fülek, Innenansicht

Mariä-Himmelfahrt-Kirche (römisch-katholisch) und Franziskanerkloster in Fülek, Innenansicht

Gebäude, Struktur

Die ursprüngliche Kirche stammt aus dem Jahr 1513, wurde aber nach der türkischen Besetzung der Stadt 1554 noch im selben Jahr in eine Moschee umgewandelt und diente dieser Funktion auch nach der Rückeroberung der Burg 1593. 1682 belagerten und besetzten Truppen unter Imre Thököly Fülek mit maßgeblicher türkischer Unterstützung. Die Stadt wurde dabei zusammen mit dem heutigen Kirchengebäude fast vollständig zerstört. Zwischen 1694 und 1727 wurde sie mit Unterstützung des regionalen Richters István Koháry im Barockstil wiederaufgebaut. Über dem westlichen Torbogen der Kirche steht geschrieben: „Erbaut zur Ehre Gottes von Graf István Koháry 1725“. Der Turm wurde ungewöhnlicherweise an der Nordostseite angebaut. Die Kirche hat ein einschiffiges Hauptschiff; der östliche Altarraum ist polygonal, mit einem Tonnengewölbe überdacht und mit Stuckarbeiten und Gemälden verziert, von denen eines den heiligen König Stephan darstellt. Das Gewölbe des Kirchenschiffs ruht auf einer Säulenreihe mit Pilastern. Der barocke Hauptaltar aus dem frühen 18. Jahrhundert zeigt die Himmelfahrt Mariens. Die beiden Seitenaltäre wurden Ende des Jahrhunderts errichtet, der dritte jedoch bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Kirche beherbergt ein mittelalterliches Gemälde des Heiligen Bonaventura, dessen lateinische Inschrift ihn 1257 als Generaloberen und Generalminister des Franziskanerordens ausweist. Das Klostergebäude ist mit der Kirche verbunden. Es ist ein zweistöckiges Gebäude mit Kreuzschiffen und einem rechteckigen Innenhof. Sowohl die Kirche als auch das Kloster stehen unter Denkmalschutz.

Inventarnummer:

3801

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Fülek   (Koháry tér 626/1. - Námestie Koháryho 626/1.)