Römisch-katholische Kirche, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht ist
Gebäude, Struktur
Der Bau des Gotteshauses hier begann erst 1923 auf Initiative des Pfarrers von Lukanénye, Kálmán Haller. Bis dahin hatten die Gläubigen die benachbarte Liebfrauenkirche in Leszenye besucht. Im Protokoll vom 29. April 1923 ist die Landschenkung erneut vermerkt: „Der Standesbeamte stellt fest, dass die Bevölkerung, mit Ausnahme von 15–20 Personen, ausschließlich römisch-katholisch ist, da die Konfession mit der politischen Gemeinde übereinstimmt. Da es in der Gemeinde keine Kirche gibt und deren Bau ein spirituelles Bedürfnis darstellt, empfiehlt er der Gemeinde als juristischer Person, der römisch-katholischen Gemeinde 400 Quadratmeter Land aus dem Flurstück Nr. 573/b im Grundbuch Nr. 7 zum Bau einer Kirche zu schenken.“ Die Gemeindemitglieder sammelten das Geld für den Bau. Die Steine wurden in den Steinbrüchen von Csáb abgebaut und von den Steinmetzen aus Zellő vor Ort bearbeitet. Die Dachkonstruktion stammt vom einheimischen Zimmermann József Schmidl (Schmidt). Er fertigte auch die Kanzel (István Siket, 1910). Laut Visitation von 1940 wurde die Kirche 1925 fertiggestellt und von den „fidelibus loci“, also den Gläubigen der Gemeinde, erbaut. Die Kirche bietet Platz für 300 Personen. Sie besitzt zwei Glocken mit einem Gewicht von 90 bzw. 30 Kilogramm. Das dem Heiligsten Herzen Jesu geweihte Kirchenschiff ist rechteckig und hat eine glatte Decke. Die Decke des polygonalen Altarraums ist ebenfalls glatt und mit einem großen Fresko verziert. Das Werk des Malers J. Drapka wurde 1965 vollendet und zeigt die Heilige Dreifaltigkeit. Über dem Altar steht die große Herz-Jesu-Statue, die seit der Weihe an ihrem ursprünglichen Platz steht. Jesus ist in Weiß gekleidet, mit einem grünlich-violetten Mantel darunter, und hält seine linke Hand auf sein Herz… Der Kirchturm bestand ursprünglich nur aus Holz. Der heutige schlanke Turm ist ein jüngerer Bau aus dem Jahr 1948, der teilweise in das Kirchenschiff integriert wurde. Die vier Ecken des rechteckigen Turms sind mit Holzleisten verziert und besitzen jeweils ein Gitterfenster in jede Himmelsrichtung. Der Turm schließt mit einem Spitzbogen ab, auf dem ein Kreuz auf einer Kugel ruht. Im Turm hängen drei Glocken. Die große Glocke wurde 1980 von den Gläubigen gegossen. Der Überlieferung nach wurde die kleine Glocke einst von der großen Flut des Csábi-Bachs hierher gespült (János Zöllei, 1938). Mit dem Bau des heutigen Turms wurde auch der Chorraum vergrößert. 1978 wurde die Kirche von außen vollständig renoviert. Pfarrer István Horváth und Glöckner Károly Siket spielten dabei eine entscheidende Rolle. Vor Kurzem erhielt die Kirche auch eine neue Orgel.